Politik

Erste Äußerung zum Präsidenten IS nennt Trump einen "Idioten"

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Washington überarbeitet gerade seine Strategie im Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak.

(Foto: AP)

Donald Trump will die Terrororganisation Islamischer Staat besiegen. Dass ihm das gelingen werde, hat er im Wahlkampf mehrfach versprochen. Umgekehrt hat der IS in seinen Propaganda-Videos nie zu Trump Stellung genommen – bis jetzt.

Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) hat sich erstmals direkt zu US-Präsident Donald Trump geäußert. Die USA würden ertrinken und von "einem Idioten geführt", sagte IS-Sprecher Abi al-Hassan al-Muhadscher. Die Vereinigten Staaten seien pleite. Dies sei für alle ersichtlich. "Es gibt keine weiteren Beweise als die Tatsache, dass ihr von einem Idioten geführt werdet, der nicht weiß, was Syrien oder der Irak oder der Islam sind", sagte er in einer Aufnahme, die auf dem Nachrichtendienst Telegram veröffentlicht wurde.

Trump hat den Kampf gegen den IS zu einer Priorität seiner Präsidentschaft gemacht. Im Wahlkampf hatte er versprochen, die Terrormiliz zu besiegen. Derzeit überprüft Trump Möglichkeiten, die Anti-IS-Strategie der USA auszuweiten. Auch hatte er sich im Januar offen für gemeinsame Militäreinsätze mit Russland gegen den IS gezeigt.

US-Außenminister Rex Tillerson hatte vergangene Woche erklärt, der Rückzug des syrischen Diktators Baschar al-Assad sei nicht mehr das wichtigste Ziel. Nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Provinz Idlib an diesem Dienstag, legte die US-Regierung Assad allerdings den Rücktritt nahe. Washington macht das Assad-Regime für die Attacke mit mindestens 58 Toten verantwortlich. Es sei im "besten Interesse" des syrischen Volkes, wenn Assad nicht mehr regiere, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer.

Quelle: n-tv.de, hul/rts/AFP

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