Politik

Angriff bei Damaskus IS tötet Dutzende Assad-Soldaten

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Syrische Soldaten in Ost-Ghuta.

(Foto: dpa)

Der Islamische Staat hat den größten Teil seiner eroberten Gebiete in Syrien verloren. Doch die Terrormiliz ist noch immer zu Gegenangriffen in der Lage. Nahe der Hauptstadt Damaskus fügt sie den syrischen Truppen empfindliche Verluste zu.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat laut Aktivisten bei einem Überraschungsangriff nahe Damaskus Dutzende Soldaten der syrischen Regierungstruppen getötet. Der IS habe in der Nacht zu Dienstag die volle Kontrolle über die Ortschaft Kadam übernommen und 36 Soldaten und regierungstreue Kämpfer getötet, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Demnach startete die Extremistengruppe den Angriff von Stellungen im angrenzenden Bezirk Hadschar al-Aswad. Dutzende weitere Kämpfer von Präsident Baschar al-Assad würden noch vermisst, seien verwundet oder gefangen genommen worden, erklärte die oppositionsnahe Organisation, die ihre Informationen von Ärzten und Aktivisten vor Ort bezieht. Für Medien sind die Angaben kaum zu überprüfen.

Von den Regierungstruppen gab es zunächst keine Bestätigung. Laut der Beobachtungsstelle schickte die Armee Verstärkung, um das Gebiet zurückzuerobern. Kadam liegt südlich von Damaskus. Schon seit Jahren sind dort verschiedene islamistische Rebellengruppen sowie die IS-Miliz und ihre Rivalen von dem früheren Al-Kaida-Ableger Hajat Tahrir al-Scham (HTS) präsent.

Vergangene Woche verließen Hunderte HTS-Kämpfer mit ihren Angehörigen im Zuge einer Vereinbarung mit der Regierung das Gebiet in Richtung der Provinz Idlib, die ebenfalls unter Kontrolle von HTS steht. Kadam ist deutlich kleiner als die Rebellenenklave Ost-Ghuta im Nordosten der Hauptstadt, welche die Regierung seit Wochen einzunehmen versucht.

Quelle: ntv.de, wne/AFP