Politik

Erster Todestag von Michael Brown In Ferguson fallen Schüsse

Hunderte Menschen beteiligen sich in Ferguson an einem Gedenkmarsch für den schwarzen Jugendlichen Michael Brown, der vor einem Jahr von einem Polizisten erschossen wurde. Am späten Abend eskaliert die Lage - und wie vor einem Jahr fallen Schüsse.

Bei Zusammenstößen in der US-Stadt Ferguson ist mindestens ein Demonstrant schwer verletzt worden. Rund zwei Dutzend Schüsse wurden in der Kleinstadt im Bundesstaat Missouri abgefeuert. Die Polizei im County St. Louis erklärte, es seien "mehrere Schüsse" abgegeben worden. Eine Person habe auf die Polizei geschossen, diese habe das Feuer erwidert. Der mutmaßliche Schütze sei derzeit im Krankenhaus und werde operiert.

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In Ferguson hatten am Sonntag hunderte Menschen bei einer Kundgebung an die tödlichen Polizeischüsse auf den schwarzen Jugendlichen Michael Brown vor genau einem Jahr erinnert. Unter anderem verharrten die Demonstranten viereinhalb Minuten lang in Schweigen - in Erinnerung an die viereinhalb Stunden, die die Leiche des 18-Jährigen auf der Straße gelegen hatte, bevor sie weggebracht wurde. Zudem wurden zwei weiße Tauben in die Luft gelassen. Viele Teilnehmer trugen T-Shirts mit dem Abbild Browns, andere hielten Schilder mit Aufschriften wie "Stoppt das Töten von schwarzen Kindern".

Am Abend wuchsen dann die Spannungen, als mindestens ein Geschäft geplündert wurde. Etwa 50 Menschen plünderten einen Schönheitssalon in Ferguson.

Brown war am 9. August 2014 nach einem Handgemenge von dem weißen Polizisten Darren Wilson in Ferguson im Bundesstaat Missouri mit mehreren Schüssen getötet worden. Wilson wurde nicht angeklagt, obwohl der Jugendliche unbewaffnet war. Browns Tötung und der spätere Verzicht auf einen Strafprozess hatten in Ferguson und zahlreichen anderen Städten der USA zu teils gewalttätigen Protesten geführt. An dem Fall entzündete sich eine landesweite Debatte über Rassismus und Polizeigewalt.

Quelle: ntv.de, fma/AFP/dpa