Politik

Weiteres Druckmittel gegen USAIran droht mit Gebühren für Unterwasserkabel

18.05.2026, 20:08 Uhr
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Die Straße von Hormus hat nicht nur für die Schifffahrt eine hohe Bedeutung. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Die USA verstärken mit scharfen Worten den Druck auf Teheran. Doch das Regime zeigt sich unbeeindruckt und spricht eine empfindliche Drohung aus. Sie zielt zum wiederholten Male auf die Weltwirtschaft.

Die iranischen Revolutionsgarden haben damit gedroht, künftig auch Gebühren für die durch die Straße von Hormus verlaufenden Internet-Unterwasserkabel zu erheben. Jede Unterbrechung des Datenflusses durch diese Glasfaserkabel würde die Weltwirtschaft bis zu "Hunderte Millionen Dollar pro Tag" kosten, warnten sie bei Telegram.

"Nach der Übernahme der Kontrolle über die Straße von Hormus durch den Iran könnte dieser unter Berufung auf seine absolute Souveränität über den Meeresboden und den Grund seines Territorialgewässers erklären, dass alle durch die Wasserstraße verlaufenden Glasfaserkabel genehmigungspflichtig sind und Gebühren unterliegen", schrieben die Revolutionsgarden. Sie haben die Straße von Hormus bereits für den Schifffahrtsverkehr de facto gesperrt.

Israel und die USA hatten Ende Februar mit Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Teheran sperrte daraufhin de facto die für den Transport von Rohöl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus, was weltweit zu stark steigenden Energiepreisen führte. Vor dem Iran-Krieg konnten Schiffe die Meerenge kostenfrei passieren. Dies soll nach Angaben Teherans nicht so bleiben. Im April gab Iran an, erste Mautgebühren für das Befahren der Straße von Hormus erhalten zu haben. Berichten zufolge kommen seitdem vereinzelt Schiffe durch die für die Weltwirtschaft wichtige Meerenge, wenn diese vorher eine Maut an Teheran zahlen.

Nach verstärktem Druck von US-Präsident Donald Trump hatte der Iran nach eigenen Angaben auf einen neuen US-Vorschlag zur Beendigung des Iran-Krieges reagiert. Teherans "Bedenken" seien der Gegenseite übermittelt worden, teilte das iranische Außenministerium mit. Iranische Medien hatten zuvor von "überzogenen Bedingungen" der USA berichtet. Laut der Nachrichtenagentur Mehr verlangt Washington in seinem jüngsten Vorschlag "sehr strenge und langfristige Restriktionen für den iranischen Atomsektor".

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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