Politik

Trump habe für Chaos gesorgtIranischer Top-Vertreter erteilt Gesprächen mit USA eine Absage

02.03.2026, 07:58 Uhr
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Der-ehemalige-iranische-Parlamentspraesident-Ali-Laridschani-sitzt-bei-der-Registrierung-seines-Namens-als-Kandidat-fuer-die-Praesidentschaftswahlen-am-28-Juni-2024-im-Innenministerium-in-Teheran-Der-jetzige-Generalsekretaer-des-iranischen-Sicherheitsrats-ist-fuer-Gespraeche-in-den-Oman-gereist
Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den USA? Der Generalsekretär des Sicherheitsrates, Laridschani, gibt darauf eine klare Antwort. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nach dem Tod des Ayatollahs und zahlreicher ranghoher Vertreter Irans ist die Führung des Landes vakant. Ein wichtiger Vertreter ist der Generalsekretär des Sicherheitsrates, Laridschani. Der tut sich mit einer öffentlichen Äußerung hervor - und stößt die US-Regierung direkt vor den Kopf.

Einer der ranghöchsten Vertreter der iranischen Führung hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf X. Er reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach er sich über den Vermittler Oman trotz der laufenden Angriffe um neue Gespräche mit den USA bemüht haben soll. US-Präsident Donald Trump habe den Nahen Osten ins Chaos gestürzt, schrieb Laridschani weiter. Der Iran habe den Krieg nicht begonnen und werde sich weiterhin verteidigen.

Laridschani ist nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei eine der Schlüsselfiguren im iranischen Machtgefüge. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, er habe sich mit Blick auf Teherans umstrittenes Atomprogramm an den bisherigen Vermittler Oman gewandt, um neue Gespräche mit den USA anzubahnen. Wie stark Laridschani die Geschicke des Iran aktuell bestimmen kann, ist derzeit völlig offen.

Trump hatte sich am Sonntag gegenüber dem Iran gesprächsbereit gezeigt. "Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen", zitierte ihn die Zeitschrift "The Atlantic" nach einem Telefoninterview. Dabei warf Trump den Iranern vor, zu lange gezögert zu haben. Er nannte keine Details zu möglichen Gesprächen.

Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den gemeinsamen Angriff auf das Land genannt. Teheran bestreitet den Vorwurf, mit seinem Programm Atomwaffen entwickeln zu wollen.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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