Politik

Druck auf Gazastreifen erhöht Israel beschneidet Fischereizone

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Die Fischereizone vor dem Küstenstreifen werde von 15 auf acht Seemeilen reduziert, teilte das Verteidigungsministerium mit. 

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Angriffen mit Brandballons setzt Israel den Gazastreifen jetzt immer mehr unter Druck. Neben Vergeltungsangriffen, soll es jetzt auch wirtschaftliche Konsequenzen geben. Obwohl schon der einzige Grenzübergang für die Warenlieferung geschlossen ist, beschneidet Israel nun auch die Fischereizone.

Als Reaktion auf Angriffe mit Brandballons hat Israel den wirtschaftlichen Druck auf den Gazastreifen weiter erhöht. Die Fischereizone vor dem Küstenstreifen werde mit sofortiger Wirkung von 15 auf acht Seemeilen reduziert, teilte das Verteidigungsministerium mit.

In der Vornacht hatte Israel bereits den einzigen Grenzübergang für Warenlieferungen in den Gazastreifen geschlossen. Der Grenzposten Kerem Schalom blieb nach Angaben der israelischen Zivilverwaltung für die besetzten Gebiete nur noch für Lieferungen von "essenzieller humanitärer Hilfe" und Treibstoff geöffnet.

Auch hatten die israelischen Streitkräfte in der Nacht zum Mittwoch erneut Vergeltungsangriffe gegen Stellungen der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen geflogen. Attackiert wurden nach Armee-Angaben unter anderem unterirdische Infrastruktur und Aussichtsposten. Über mögliche Verletzte wurde bislang nichts bekannt.

Durch die Angriffe mit an Ballons befestigten Brandsätzen wurden am Mittwoch im Süden Israels nach Angaben der Feuerwehr 24 Buschbrände ausgelöst. Am Vortag waren es diesen Angaben zufolge 60 Buschfeuer gewesen. Seit die Hamas im Jahr 2007 die Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hatte, hat sie bereits drei Kriege mit Israel ausgetragen.

Quelle: ntv.de, can/AFP