Politik

Kämpfer sollen verletzt sein Israel soll Raketen auf Syrien gefeuert haben

115915388.jpg

Seit Beginn des Bürgerkiregs in Syrien, hat die syrische Luftabwehr mehrere Raketengriffe aus Israel abwehren müssen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Syrischen Staatsmedien zufolge soll Israel mehrere Raketen auf ein Gebiet südlich der syrischen Hauptstadt Damaskus abgefeuert haben. Die syrische Luftabwehr habe nicht alle Raketen abfangen können. Laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden Kämpfer verletzt.

Der Süden Syriens ist nach Angaben von Staatsmedien und Aktivisten Ziel israelischer Raketenangriffe geworden. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, die Raketen seien in der Nacht auf Mittwoch auf das Gebiet Tall al-Hara abgefeuert worden, einen Berg in der Provinz Daraa südlich der Hauptstadt Damaskus. Dabei sei es zu Sachschäden gekommen.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach hingegen von verletzen Kämpfern durch die Angriffe auf militärische Stützpunkte der syrischen Regierungstruppen und von Verbündeten wie der schiitischen Hisbollah-Miliz. Es habe "menschliche Verluste" gegeben, erklärte die Beobachtungsstelle zunächst. Später hieß es, dass mindestens sechs Kämpfer verletzt worden seien. Die Rakete habe vier syrische Soldaten und zwei Mitglieder der mit ihnen verbündeten Milizen getroffen. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht dazu. "Wir kommentieren keine Berichte in ausländischen Medien", sagte eine Sprecherin.

Die syrische Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen, andere Raketen hätten ihr Ziel dagegen getroffen, erklärte die in Großbritannien ansässige Organisation. Neben Tall al-Hara seien zwei weitere Gebiete attackiert worden. Die Ziele liegen unweit der von Israel besetzten Golanhöhen.

Israel hat seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien zahlreiche Luftangriffe auf Ziele im Nachbarland geflogen. Die Angriffe galten zumeist Stützpunkten des mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad verbündeten Iran und der Hisbollah-Miliz. Israel befürchtet einen wachsenden Einfluss seines Erzfeinds Iran in Syrien und begründet die Raketenangriffe mit seinem Recht auf Selbstverteidigung.

Bereits Mitte Juni war die Region von Tall al-Hara Ziel israelischer Luftangriffe geworden. Die Hisbollah soll dort laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte Radars errichtet haben. Syrische Regierungstruppen sollen Luftabwehrraketen aufgestellt haben.

Quelle: n-tv.de, vck/AFP/dpa

Mehr zum Thema