Politik

"Einsatz für Zusammenhalt" Joachim Gauck erhält Reinhard-Mohn-Preis

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Gauck war der elfte Präsident der Bundesrepublik Deutschland.

(Foto: dpa)

Ex-Präsident Joachim Gauck wird in diesem Jahr mit dem Reinhard-Mohn-Preis der Bertelsmann-Stiftung geehrt. Damit werde er als "Brückenbauer" in "stürmischen politischen Zeiten" gewürdigt, so die Begründung.

Der Reinhard-Mohn-Preis der Bertelsmann-Stiftung geht dieses Jahr an den früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck. Mit der Preisvergabe wird Gauck als "Brückenbauer in einer kulturell vielfältigen Gesellschaft" gewürdigt, so die Stiftung. Gauck wird den mit 200.000 Euro dotierten Preis am 7. Juni in Gütersloh entgegennehmen.

"In stürmischen politischen Zeiten hat er das Selbstverständnis Deutschlands als Einwanderungsland gestärkt und sich für den Zusammenhalt der Gesellschaft eingesetzt", sagte Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung. Gaucks unermüdliches Engagement für eine freie, demokratische und vor allem tolerante Gesellschaft habe Deutschland geprägt, so die Begründung.

Joachim Gauck war 1989 Mitbegründer des Rostocker Neuen Forums und zog 1990 als Abgeordneter für Bündnis 90 in die erste frei gewählte Volkskammer der DDR ein. Von 1991 bis 2000 war der evangelische Theologe Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Als Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit war er von 2001 bis 2004 tätig und von 2003 bis 2012 Vorsitzender des Vereins "Gegen Vergessen – Für Demokratie"; seit 2017 ist er dessen Ehrenvorsitzender. Von 2012 bis 2017 war er der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Quelle: ntv.de, jog

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