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Wildberries-Lager in FlammenDichter Rauch über St. Petersburg - Ukraine greift "russisches Amazon" an

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Wildberries beklagt (Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Die Ukraine setzt ihre Kampagne gegen Russlands größten Versandhändler Wildberries fort. Nach den schweren Angriffen auf ein Lager bei Moskau trifft es nun unter anderem die zweitgrößte Stadt des Landes.

Die Ukraine hat laut Medienberichten und Aufnahmen von vor Ort ein weiteres großes Lager des Versandhändlers Wildberries angegriffen, der auch "russisches Amazon" genannt wird. Demnach steht ein Komplex des Konzerns im Ort Nowosaratowka am Stadtrand von St. Petersburg in Flammen.

Der Kanal Exilenova+ zeigte mehrere Videos, in denen Drohnen im Sturzflug in Lagerhallen krachen und Explosionen verursachen. Auf Bildern sind zudem dichte Rauchschwaden und eingestürzte Gebäudeteile zu sehen. Die Nachrichtenagentur Unian berichtete, es handele sich um das Lager, das St. Petersburg beliefert. Die Stadt hat rund fünf Millionen Einwohner.

Zudem sollen auch Hallen von Wildberries in Schuschari im Bezirk Puschkin in St. Petersburg getroffen worden sein. Das Unternehmen bestätigte laut Unian die Schäden sowohl in Nowosaratowka als auch Schuschari in einer Mitteilung. Der Betrieb sei eingestellt worden. Ebenfalls bestätigt wurde von Wildberries ein Angriff auf das Lager in Simferopol auf der von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim. Es sei evakuiert worden.

Die Ukraine hatte zuletzt immer wieder Einrichtungen von Wildberries aus der Luft angegriffen, darunter auch in der Region Moskau in der Stadt Elektrostal. Es soll laut russischen Behörden einen Toten und 37 Verletzte gegeben haben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erklärt, die Logistikzentren seien für die Lieferung von Drohnen-Bauteilen genutzt worden.

Wildberries ist einer der größten Arbeitgeber Russlands. Der Schaden durch die Angriffe dürfte in die Milliarden gehen. In sozialen Netzwerken zeigten sich viele Kunden erschüttert. Teilweise wurde von Unternehmern beklagt, dass der Konzern nur geringfügige Erstattungen für zerstörte Waren gewähren würde.

Quelle: ntv.de