Politik

"Gegen westliche Politik"Kämpft AfD-Influencer Noah Krieger für Russland in der Ukraine?

05.07.2026, 22:22 Uhr
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"Ich bin in der Ukraine und stehe für Russland", schreibt Noah Krieger auf Instagram. (Foto: Instagram/ krieger_advokat)

Fast 400.000 Menschen folgen ihm auf Instagram: Nun veröffentlicht Noah Krieger offenbar Aufnahmen aus den Reihen der russischen Armee in der Ukraine. Bereits eine Reise nach Tschetschenien hatte für Kritik gesorgt.

Der rechte Influencer Noah Krieger befindet sich offenbar an der Seite der russischen Armee in der Ukraine. "Unsere falsche Politik im Land zerstört unsere deutschen Werte", schrieb Krieger am Abend auf seinem Instagram-Kanal zu einem Video, das ihn mit Helm, Schutzweste und Gewehr zeigt. "Ich bin in der Ukraine und stehe für Russland. Es geht nicht darum, wer recht hat, sondern gegen westliche Politik, die die Welt zerstören will."

Bereits am Donnerstag und Samstag hatte Krieger zwei Videos veröffentlicht, die uniformierte Soldaten, Militärgerät und den Abschuss von Drohnen zeigen. Wo genau und wann die Videos entstanden, bleibt unklar.

Krieger heißt eigentlich Murad Dadaev und stammt aus Tschetschenien. Er besitzt laut eigener Aussage neben der deutschen auch die russische Staatsbürgerschaft. Wie das Recherchenetzwerk Correctiv berichtete, lebt er seit vielen Jahren in Deutschland und engagiert sich als AfD-Mitglied für die Partei, auch wenn er kein offizielles Amt bekleidet.

Schon im Frühjahr konnten seine fast 400.000 Follower verfolgen, wie Krieger ein Kalaschnikow-Schießtraining absolvierte - zusammen mit einem Vertrauten des tschetschenischen Diktators Ramsan Kadyrow. Zudem zeigte er sich im Parlament in Grosny. Correctiv zufolge übergab Krieger während seines Aufenthalts einem Regierungsvertreter einen mit NS-Symbolik versehenen Dolch und traf Kadyrow sowie dessen engsten Kreis. In einem Instagram-Video von Mitte Juni ist Krieger in voller Kampfmontur zu sehen. Auf seiner Uniform sind tschetschenische Abzeichen angebracht.

Auf Anfrage von Correctiv teilte die AfD Niedersachsen im April mit, dass gegen den Influencer ein Parteiausschlussverfahren laufe. Auslöser sei demnach die Reise Kriegers nach Tschetschenien. Über das Ausschlussverfahren solle zeitnah entschieden werden, hieß es damals. Laut seiner Profilbeschreibung ist Krieger weiterhin Mitglied der AfD.

Quelle: ntv.de, jpe

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