Politik

Kandidat für Supreme Court Kavanaugh beendet Karriere an Elite-Uni

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Über den Richterkandidaten Brett Michael Kavanaugh diskutieren die US-Amerikaner derzeit heftig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Wunschkandidat von US-Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht, Brett Kavanaugh, wird im Januar 2019 seinen Lehrauftrag an der Elite-Universität Harvard aufgeben, wo er derzeit Jura unterrichtet. Das geht aus einer E-Mail an die Studierenden hervor, die dem Sender CNN nach eigenen Angaben vorliegt. Darin habe die Universität mitgeteilt, Kavanaugh könne sich nicht für den Kurs im kommenden Wintersemester verpflichten. Die Gründe für seinen Rückzug sind bislang unklar. Möglich wäre, dass er eine Tätigkeit am Supreme Court erwartet oder aber die jüngste Kritik an seiner Person.

Dem CNN-Bericht zufolge unterzeichneten bis Montagabend mehr als 800 Absolventen der Harvard Law School (HLS) einen Brief, in dem sie die Universität auffordern, Kavanaugh seinen Lehrauftrag zu entziehen. Die Belästigungsvorwürfe von Christine Blasey Ford seien "glaubwürdig und schwerwiegend" und müssten ernstgenommen werden, heißt es darin laut CNN. "Sie stellen seinen Charakter und seine Moral ernsthaft infrage und sollten ihn von einer Position auf Lebenszeit als Richter am Supreme Court disqualifizieren."

Als Lehrender an der Harvard Law School sei Kavanaugh nicht mehr tragbar. Die Psychologie-Professorin Blasey Ford hatte am Donnerstag vor dem Justizausschuss des Senats ihre Anschuldigung untermauert, dass Kavanaugh 1982 bei einer Schülerparty versucht habe, sie zu vergewaltigen. Kavanaugh wies das anschließend erneut zurück.

Quelle: n-tv.de, msc/dpa

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