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Sonderzug aus Nordkorea Kim und Xi beraten sich überraschend

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Mit einem Sonderzug traf Kim Jong Un an seinem 35. Geburtstag in Peking ein.

(Foto: dpa)

Geht es nach US-Präsident Trump, findet bald das nächste Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim statt - obwohl oder gerade weil die Atomverhandlungen ins Stocken geraten sind. Ein unerwarteter Besuch Kims in Peking schürt Hoffnungen auf allen Seiten.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist zu einem überraschenden Besuch in China eingetroffen. Bei seiner vierten Visite bei dem großen Nachbarn will sich Kim mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vor seinem geplanten zweiten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump abstimmen. Der Besuch erfolgt vor dem Hintergrund der stockenden Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea über eine atomare Abrüstung des isolierten stalinistischen Staates, der unter massiven internationalen Sanktionen leidet.

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Kim und Xi trafen sich 2018 mehrere Male. China ist Nordkoreas engster Verbündeter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem ein mysteriöser Sonderzug am Montagabend über die Grenze bei Dandong nach China gefahren war, bestätigten beide Regierungen den Besuch, der bis Donnerstag dauern wird. In sozialen Medien kursierten am Vormittag Videos von einem Autokonvoi mit einem hohen Staatsgast und einer Motorradstaffel, der vom alten Pekinger Bahnhof durch die Innenstadt rollte.

Kims Frau ist mit dabei

Nordkoreas Machthaber feiert an diesem Dienstag auch Geburtstag. Es wird angenommen, dass er 35 Jahre alt wurde. Sein Geburtsjahr ist unklar. Die Geburtstage der früheren Machthaber Kim Il Sung und Kim Jong Il - sein Großvater und Vater - werden in Nordkorea immer groß gefeiert. Bei dem jungen Führer ist das heute anders.

Er wird bei seiner Reise von seiner Frau Ri Sol Ju sowie dem Chefunterhändler für die Verhandlungen mit den USA, Kim Yong Chol, begleitet, wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete. In seiner Delegation sind auch Außenminister Ri Yong Ho und Verteidigungsminister No Kwang Chol.

Südkorea hegt Hoffnungen

Südkoreas Regierung begrüßte den China-Besuch Kims. Ein Beamter des Außenministeriums äußerte in Seoul die Hoffnung, dass die Gespräche in Peking zu einer vollständigen atomaren Abrüstung und der Schaffung eines permanenten Friedens auf der koreanischen Halbinsel beitragen könnten, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Das vierte Treffen von Kim mit Xi erfolgt vor seinem geplanten zweiten Gipfel mit US-Präsident Trump, das in Kürze stattfinden soll. Über den Ort werde noch verhandelt, sagte Trump am Sonntag. "Es wird möglicherweise in nicht allzu ferner Zukunft verkündet." Trotz der mangelnden Fortschritte bei der Abrüstung versicherte Trump, der Dialog laufe gut. Es gibt Spekulationen, dass der Gipfel in Vietnam stattfinden könnte. Auch war in US-Berichten von Indonesien oder der Mongolei die Rede. Ein Termin steht allerdings auch noch nicht fest.

Bei ihrem historischen ersten Gipfel im Juni in Singapur hatten sich Trump und Kim allgemein auf das Ziel einer atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel geeinigt. Doch konkrete Zusagen, bis wann das nordkoreanische Atomwaffenarsenal abgerüstet werden soll und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten, blieben bisher aus.

Quelle: n-tv.de, bad/rts/dpa

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