Politik

700 Festnahmen, 28 Anklagen Klima-Aktivisten füllen Knäste in London

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Die Londoner Polizei hat alle Hände voll zu tun mit den Aktivisten von Extinction Rebellion.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die Klima-Initiative "Extinction Rebellion" legt in London nicht nur den Verkehr lahm. Auch die Justiz stößt an ihre Grenzen: 700 Festnahmen und 28 Anklagen müssen erst mal bewältigt werden. Die Gefängnisplätze werden rar.

Die Zahl der Festnahmen bei den Klimaprotesten in London ist nach knapp einer Woche auf mehr als 700 gestiegen. Bis Samstag nahmen die Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben 718 Menschen in Gewahrsam. Etwa 28 Demonstranten wurden demnach im Zusammenhang mit den Protesten angeklagt. Die hohe Zahl der Festnahmen stelle die Polizei mittlerweile vor ein "logistisches Problem" mit Blick auf die verfügbaren Gefängnisplätze. Auch das Justizwesen habe Schwierigkeiten.

Aktivisten der Klima-Initiative "Extinction Rebellion" hatten zum Auftakt einer weltweiten Protestwoche am Montag die Waterloo-Brücke und mehrere Kreuzungen im Zentrum der britischen Hauptstadt blockiert. In den folgenden Tagen legten sie weiter mit Sitzblockaden und Protestcamps den Verkehr lahm, unter anderem am Parliament Square, an der Waterloo-Brücke und am Oxford Circus. Am Freitag protestierte die Schauspielerin Emma Thompson am Oxford Circus für eine verantwortungsvollere Klimapolitik.

Die Gruppe "Extinction Rebellion" wurde im vergangenen Jahr von britischen Wissenschaftlern gegründet. Sie fordert von der Regierung, einen Klima-Notstand auszurufen, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2025 auf Null zu senken und Bürgerversammlungen zu Klima- und Umweltthemen einzuberufen.

Quelle: n-tv.de, mau/AFP/rts

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