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Ex-FBI-Direktor soll aussagen Kongress bestellt Trump-Kritiker Comey ein

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James Comey fiel bei US-Präsident Donald Trump in Ungnade. Nun soll er vor dem Kongress aussagen.

(Foto: AP)

Er soll Clinton gedeckt haben. Das jedenfalls wirft US-Präsident Trump dem ehemaligen FBI-Direktoren Comey vor. Jetzt soll er vor dem Kongress aussagen. Doch Comey scheint das für einen politischen Stunt zu halten.

Der US-Kongress hat den früheren FBI-Direktor James Comey zu einer Befragung vorgeladen. Comey bestätigte, er sei vom Justizausschuss des noch von den Republikanern von US-Präsident Donald Trump kontrollierten Repräsentantenhauses vorgeladen worden. Offiziellen Dokumenten zufolge ist die Anhörung für den 3. Dezember geplant. Einen Monat später werden die oppositionellen Demokraten nach ihren Erfolgen bei den Kongresswahlen vom 6. November die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernehmen.

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Der Trump-Kritiker Comey zeigte sich bei Twitter bereit, sich den Fragen der Abgeordneten zu stellen - aber nur bei einer öffentlichen Anhörung. Er werde sich einer Befragung hinter verschlossenen Türen widersetzen, weil seine Aussagen ansonsten verzerrt öffentlich gemacht würden. Davon habe er genug, so Comey. "Lasst uns das mit der Anhörung machen und jeden dazu einladen", twitterte er.

Auch Comeys Anwalt David Kelley äußerte sich in der Sache. Die Autorität des Kongresses reiche nicht so weit, Anhörungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit für politische eine Agenda zu nutzen, zitiert ihn der Sender CNN.

Auch Lynch soll aussagen

Trump hat Comey wiederholt vorgeworfen, als Chef der Bundespolizei FBI die Demokratin Hillary Clinton in der E-Mail-Affäre gedeckt zu haben, und ihm politische Voreingenommenheit unterstellt. Im Wahlkampf 2016 hatte Trump seine Rivalin Clinton vehement wegen der Nutzung privater E-Mail-Server während ihrer Amtszeit als Außenministerin attackiert.

Neben Comey wurde auch die frühere Justizministerin Loretta Lynch vom Justizausschuss des Repräsentantenhauses vorgeladen. Auch ihr hat Trump wegen Clintons E-Mail-Affäre Vorwürfe gemacht.

Quelle: n-tv.de, ame/AFP

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