Politik

Masken werden zentral beschafft Krisenstab verbietet Export von Schutzausrüstung

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Schutzausrüstung soll nun zentral vom Ministerium beschafft werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Krisenstab der Bundesregierung beschließt angesichts der Coronavirus-Epidemie weitgehende Maßnahmen. Unter anderem dürfen Masken und weitere Materialien nicht mehr ins Ausland verkauft werden - auch die Praxen bekommen nun zentrale Hilfe.

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus untersagt die Bundesregierung den Export von Atemmasken und anderer Schutzausrüstung. Ein entsprechendes Verbot wurde heute im Bundesanzeiger veröffentlicht, wie der Krisenstab aus Gesundheits- und Innenministerium mitteilte. Betroffen sind etwa auch Handschuhe, Schutzanzüge und Masken. Ausnahmen sollen nur noch unter engen Voraussetzungen möglich sein, unter anderem im Rahmen internationaler Hilfsaktionen.

Das Bundesgesundheitsministerium beschafft zudem die medzinische Schutzausrüstung zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser sowie Bundesbehörden. Viele Mediziner hatten zuvor beklagt, dass sie aufgrund der gestiegenen Nachfrage Schwierigkeiten haben, an medizinische Masken zu kommen.

Nordrhein-Westfalen kündigte unterdessen an, eine Million Schutzmasken für Ärzte und Pflegekräfte zu kaufen. Auch dem Kreis Heinsberg, wo es zahlreiche nachgewiesene Fälle gibt, wurde Hilfe zugesichert. "Wir haben über 7000 Atemschutzmasken, knapp 3000 Schutzanzüge, 2000 Testsets organisiert und in den Kreis Heinsberg geschickt", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf.

*Datenschutz

Der Krisenstab empfiehlt außerdem, dass Deutsche im europäischen Ausland, die sich auf Anweisung lokaler Behörden in Quarantäne begeben müssen, diese zu Ende führen. Damit werde auch entschieden, dass Deutsche, die in einem Hotel auf der spanischen Insel Teneriffa in Quarantäne sind, frühestens am kommenden Dienstag zurückkehren können. Zudem nimmt das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen auf, dass auf Kreuzfahrtschiffen ein erhöhtes Quarantäne-Risiko besteht.

Der Krisenstab berät regelmäßig über weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des grassierenden Coronavirus. Die Zusammenarbeit zwischen Krisenstab und Bundesländern soll nach Angaben der Behörden weiter verstärkt werden.

Quelle: ntv.de, sgu/AFP/dpa