"MAGA-Krieger" soll nachfolgenTrump beruft umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem ab

Bereits seit Wochen kursieren Berichte, dass der US-Präsident mit seiner Heimatschutzministerin unzufrieden ist. Jetzt ersetzt der Republikaner Kristi Noem. Sie erhält einen Posten als Sonderbeauftragte in einem neuen Gremium.
US-Präsident Donald Trump trennt sich von seiner Heimatschutzministerin Kristi Noem. Diese werde das Amt zum 31. März abgeben, erklärte der Republikaner auf Truth Social. "Die derzeitige Ministerin Kristi Noem, die uns gute Dienste geleistet und zahlreiche spektakuläre Ergebnisse erzielt hat (insbesondere an der Grenze!), wird Sonderbeauftragte für 'The Shield of the Americas' werden, unsere neue Sicherheitsinitiative für die westliche Hemisphäre, die wir am Samstag in Doral, Florida, vorstellen werden."
Neuer Heimatschutzminister soll der Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma werden. Dieser sei ein wahrer "MAGA-Krieger", so Trump. Der frühere MMA-Kämpfer werde "unermüdlich daran arbeiten, unsere Grenzen zu sichern, Migranten, Mörder und andere Kriminelle daran zu hindern, illegal in unser Land einzureisen, die Plage der illegalen Drogen zu beenden und AMERIKA WIEDER SICHER ZU MACHEN", so der US-Präsident in seinem Beitrag. Mullin war Trumps Angaben zufolge zehn Jahre lang Mitglied im Repräsentantenhaus und drei Jahre als Senator in Washington aktiv. Der Senat muss der Berufung Mullins noch zustimmen.
Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, dass der US-Präsident mit seiner Ministerin unzufrieden sei. Der finale Auslöser für die Entlassung sei eine Senatsanhörung von Noem in dieser Woche gewesen. Bei dieser wurde sowohl auf republikanischer als auch auf demokratischer Seite die Frustration mit ihr deutlich.
Noem war in der Trump-Administration für das Thema der Migration zuständig und eines der Gesichter für das brutale Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE in verschiedenen US-Städten. In der Sitzung am Dienstag war sie gefragt worden, ob sie frühere Aussagen zu zwei durch ICE getöteten US-Bürgern zurücknehmen wolle - diese hatte sie als "inländische Terroristen" bezeichnet. Doch die Ministerin wollte ihre Worte nicht revidieren und verwies darauf, sich auf Aussagen der Beamten vor Ort verlassen zu haben
Auch eine 200 Millionen Dollar teure Werbekampagne mit Noem im Mittelpunkt, in welcher sie illegal in den USA lebende Menschen dazu auffordert, freiwillig auszureisen, soll beim Präsidenten nicht gut angekommen sein. In der Senatsanhörung erklärte Noem, dass das millionenschwere Budget vom US-Präsidenten selbst abgesegnet gewesen sei. Das bezweifelte einer der Senatoren, weil dies Trump in eine "äußerst unangenehme Lage" bringen würde. Der US-Staatschef erklärte im Nachgang, dass er dem Budget nicht zugestimmt habe.
Bereits vor ihrer Berufung als Ministerin hatte Noem für negative Schlagzeilen im Umgang mit einem Haustier gesorgt. In ihren Memoiren erklärte sie, wie sie ihre junge Hündin erschossen hatte, da sich diese nicht als Jagdhund geeignet hätte. Konfrontiert mit Kritik verwies sie darauf, dass dies die Bereitschaft zu harten Entscheidungen ihrerseits zeige.