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Flugzeugpanne vor Moskau-Reise Maas steigt auf Truppentransporter um

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Eine Maschine vom Typ A310 der Bundeswehr.

(Foto: picture alliance / dpa)

Immer wieder müssen Flugzeuge der Bundesregierung wegen Pannen am Boden bleiben. Nun erwischt es wieder Außenminister Heiko Maas. Um trotzdem pünktlich in Moskau zu sein, nutzt der SPD-Politiker notgedrungen eine Transportmaschine der Bundeswehr.

Außenminister Heiko Maas ist mit einem Truppentransporter der Bundeswehr nach Moskau aufgebrochen. Grund für die ungewöhnliche Flugzeugwahl ist eine erneute Panne an einem Regierungsflieger. Die eigentlich vorgesehene Maschine musste wegen einer kaputten Befestigungsschelle in einem Hydrauliksystem kurzfristig in die Reparatur.

Damit die Delegation trotzdem zeitig in Moskau eintrifft, musste der SPD-Politiker auf einen A310-Truppentransporter der Bundeswehr ausweichen, mit der normalerweise Soldaten in Einsatzgebiete geflogen werden. Wie der "Spiegel" berichtet, sieht der Außenminister den Fahrzeugwechsel gelassen. Oberste Priorität habe für ihn eine pünktliche Ankunft.

Neue Flieger sollen Flotte ergänzen

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Probleme mit Regierungsfliegern. Ende Februar blieb Maas zum Abschluss einer Afrika-Reise in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. 20 Stunden musste er dort auf einen Ersatzflieger warten. Anfang April hatte er bei der Landung in New York eine Reifenpanne. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wiederum strandete Ende Januar vorübergehend in Äthiopien. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller wurde kürzlich auf einer Afrikareise von einer Flugzeugpanne aufgehalten. Im vergangenen November reiste Bundeskanzlerin Angela Merkel verspätet zum G20-Gipfel im argentinischen Buenos Aires - Grund war auch hier eine Panne an ihrem Flieger.

Die Bundesregierung hat inzwischen Konsequenzen aus den zahlreichen Pannen gezogen: Die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen  gab bereits die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag, die die Flotte von derzeit 14, teils recht alten Flugzeugen, ergänzen sollen.

In Moskau will Maas mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow unter anderem über den Konflikt in der Ukraine, die Entwicklungen in Syrien und die Sicherheit am Persischen Golf sprechen. Während seiner zweitägigen Stippvisite in der russischen Hauptstadt ist auch ein Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft geplant.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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