Politik

Abschlusskonferenz bei G7-Gipfel Macron und Trump treten gemeinsam auf

Der G7-Gipfel von Biarritz ist für so manche Überraschung gut - auch zum Ende. So weicht Frankreichs Präsident und Gipfel-Gastgeber Macron wohl vom Protokoll ab und teilt sich die Abschluss-Pressekonferenz mit US-Präsident Trump.

Zum Abschluss des G7-Gipfels im französischen Biarritz wollen Gastgeber Emmanuel Macron und US-Präsident Donald Trump nach Angaben des Weißen Hauses gemeinsam vor die Medien treten. Aus dem vom Weißen Haus verbreiteten Programm des US-Präsidenten geht hervor, dass Trump und sein französischer Amtskollege am Montag um 15.30 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz anberaumt haben.

Normalerweise gibt bei G7-Gipfeln der Gastgeber eine Pressekonferenz zum Abschluss - in diesem Fall Macron. Danach treten andere Staats- und Regierungschefs der wichtigen Industriestaaten vor die Medien. Trump ist Gastgeber des G7-Gipfels in den USA im kommenden Jahr.

Vor dem Ende des Gipfels in Biarritz trifft Trump am Montagmorgen (9.15 Uhr) Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem bilateralen Gespräch. Danach nimmt er an einer G7-Arbeitssitzung teil, die sich unter anderem mit Klimaschutz befasst. Anschließend trifft er den indischen Premierminister Narendra Modi. Am Montagnachmittag will Trump sich auf den Rückweg nach Washington machen.

Mehrere Festnahmen

Am Rande des G7-Gipfels waren am Sonntag indes 19 Menschen festgenommen worden. 17 von ihnen seien in Polizeigewahrsam genommen worden, berichtete der französische Radio-Nachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf die örtliche Präfektur. Gewahrsam dient unter anderem dazu, Verdächtige zu befragen und ihre Äußerungen zu überprüfen. Er kann von 24 auf bis zu 48 Stunden verlängert werden.

Die Verdächtigen seien in Biarritz, der Nachbarstadt Bayonne und in Hendaye festgenommen worden. Hendaye liegt an der Grenze zu Spanien. In Bayonne hatten Menschen gegen den Gipfel demonstriert. Die französische Regierung hat über 13.000 Sicherheitskräfte mobilisiert, um den noch bis Montag dauernden Gipfel der führenden Industrienationen zu schützen.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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