Politik

Unbeliebter Job Marine sucht Nachwuchs für U-Boote

41854853.jpg

Deutsche U-Boot-Besatzung: Fällt einer aus, ist die Einsatzfähigkeit in Gefahr.

(Foto: picture alliance / dpa)

An Bord eines U-Bootes durch die Weltmeere zu gleiten - das ist für viele Menschen ein Kindheitstraum. Doch bis zum Erwachsenenalter scheinen sich diese Wünsche zu verflüchtigen. Die Bundesmarine klagt jedenfalls über personelle Engpässe.

Das deutsche U-Bootgeschwader sucht qualifizierten Nachwuchs. Es fehlten bisher genügend Bewerber - insbesondere im IT- und Elektronikbereich, sagte der aus dem Amt scheidende Kommandeur, Fregattenkapitän im Marine-Stützpunkt Eckernförde, Jens Grimm.

Laut Grimm ist der Personalmangel bereits bedenklich: "Fällt bei einer so kleinen Crew ein Spezialist aus, kann das bedeuten, dass ein Boot dann nicht einsetzbar ist."

Grimm übergibt sein Amt am 2. April an Fregattenkapitän Lars Johst. Er wechselt ins Verteidigungsministerium und übernimmt dort Aufgaben im Bereich der Personalplanung. Die Marine hat zurzeit fünf U-Boote, ein sechstes wird derzeit erprobt und dürfte bis zum Jahresende in Dienst gestellt werden.

Erst vor einer Woche wurde das fünfte U-Boot der Klasse 212A, die "U35" in Dienst gestellt. Die U-Boote wurden bei ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel gebaut. Sie gelten als die modernsten nicht-nuklearen U-Boote der Welt.

Quelle: ntv.de, jog/dpa