Politik

Uni Bonn erkennt Plagiat Mathiopoulos verliert Doktortitel

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Margarita Mathiopoulos darf ihren Doktortitel nicht mehr führen.

(Foto: dpa)

Nun also auch die FDP-Politikerin Mathiopoulos: Die Universität Bonn erklärt die Dissertation der Hochschulprofessorin für ungültig, ihr Doktortitel aus den 80er Jahren ist dahin. Damit setzt sich die Reihe der von fleißigen Internetrechercheuren erfolgreich entlarvten Plagiatoren fort.

Die FDP-Politikerin und Politikprofessorin Margarita Mathiopoulos verliert ihren Doktortitel. Dies habe der Fakultätsrat an der Universität Bonn beschlossen, teilten ihre Anwälte mit. Die Entscheidung sei damit begründet worden, dass Mathiopoulos in ihrer Dissertation über die dort benutzten Quellen getäuscht habe. Die Anwälte kündigten Klage gegen den Beschluss an.

Mathiopoulos' Doktorarbeit stammt aus den 80er Jahren und war bereits Anfang der 90er Jahre in die Kritik geraten. Eine Überprüfung hatte damals zwar handwerkliche Mängel ergeben, aber keine Verfehlungen, die zur Aberkennung des Doktortitels geführt hätten. Den Anstoß für die neue Überprüfung hatte die Internet-Plattform "VroniPlag" gegeben.

Mathiopoulos war 1987 bundesweit bekannt geworden, als der damalige SPD-Vorsitzende Willy Brandt die seinerzeit parteilose Politikwissenschaftlerin zur SPD-Sprecherin machen wollte. Nach heftiger innerparteilicher Kritik an der Nominierung von Mathiopoulos trat Brandt vom SPD-Vorsitz zurück.

Wegen Plagiaten in ihren Dissertationen waren in den vergangenen Monaten dem früheren Verteidigungsminister Guttenberg erklärt "vorläufiges Scheitern" von der CSU und den FDP-Europapolitikern Koch-Mehrin schweigt weiter und Jorgo Chatzimarkakis ihre Doktortitel entzogen worden. Chatzimarkakis kündigte an, er werde eine neue Arbeit vorlegen.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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