Politik

Migranten laut BA gut integriert Mehr als 300.000 Flüchtlinge haben einen Job

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Flüchtlinge, die jung sind und gut Deutsch sprechen, haben gute Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

(Foto: picture alliance / Patrick Pleul)

Immer mehr Menschen aus den wichtigsten Asyl-Herkunftsländern finden Arbeit. Das geht aus den neuesten Arbeitsmarkt-Zahlen hervor. Vor allem junge Migranten, die gut Deutsch sprechen, haben aussichtsreiche Chancen, ein Jobangebot zu bekommen.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt gezogen. Die Erwartungen der BA seien knapp übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele.

Jüngsten Zahlen aus dem Mai zufolge fanden mehr als 300.000 Menschen aus den acht wichtigsten Asyl-Herkunftsländern einen Job - und damit 88.000 mehr als im Jahr davor. "Das läuft alles ganz gut", sagte Scheele. Die Flüchtlingssituation auf dem Arbeitsmarkt gebe keine Veranlassung, schwarz zu malen. Hauptherkunftsländer sind aus der Sicht der Bundesagentur derzeit Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.

238.000 der Geflüchteten mit fester Arbeitsstelle - und damit der Großteil - seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Das sind Zahlen, die sind gut. Dafür, dass die Menschen aus humanitären Gründen gekommen sind und nicht, um hier einen Job zu finden", sagte Scheele. 482.000 Flüchtlinge seien im Juli bei der BA arbeitssuchend gemeldet gewesen. Darin enthalten sind auch Menschen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren.

Erfolgsfaktor Sprache

Gut 187.000 Flüchtlinge waren im Juli arbeitslos gemeldet. Die Zahl ist seit Monaten relativ konstant. Auch die Ausbildungszahlen zeichnen laut dem BA-Chef ein positives Bild. Knapp 28.000 junge Flüchtlinge haben laut BA inzwischen eine Lehre angefangen, seit Anfang Oktober 2017 haben sich rund 35.000 als Bewerber für einen Ausbildungsplatz bei der BA gemeldet. "Wir haben immer gesagt, dass die, die als Kinder und Jugendliche eingereist sind, bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben", sagte Scheele.

Bei der Flüchtlingsintegration auf dem Arbeitsmarkt bleibe der Spracherwerb der erfolgskritische Faktor, betonte er. Es sei unrealistisch, zu glauben, man könne in knapp einem Jahr so gut Deutsch lernen, dass es immerhin für die Berufsschule reiche. Mit den Förderprogrammen sei man derzeit trotzdem ganz zufrieden, sagte Scheele. Doch es könne immer noch mehr gemacht werden.

Quelle: ntv.de, kpi/dpa