Politik

Kampf gegen den Klimawandel Merkel: "Haben Weckruf der Jugend gehört"

"Wir haben nur eine Erde." Bundeskanzlerin Merkel übt beim Klimagipfel in New York Selbstkritik. Deutschland verursache doppelt so viel CO2, wie eigentlich laut Bevölkerungszahl zulässig wäre. Das soll sich in Zukunft ändern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer kurzen Rede auf der UN-Klimakonferenz in New York City die Bestrebungen der Bundesregierung bekräftigt, bis 2050 klimaneutral zu werden. "Wir alle haben den Weckruf der Jugend gehört", sagte die Regierungschefin wenige Minuten, nachdem die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg eine emotionale Ansprache vor den Vertretern der Weltgemeinschaft gehalten hatte. Es bestehe kein Zweifel daran, dass der Klimawandel von Menschen gemacht sei, so Merkel weiter.

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Man müsse nun dem Ratschlag der Wissenschaft folgen und Maßnahmen ergreifen. "Wir haben nur eine Erde." Der Maßstab für künftiges Handeln müsse das Pariser Klimaabkommen sein, sagte die CDU-Politikerin, die sich kurz vor ihrer Rede mit Thunberg zusammengesetzt hatte. Ein Foto der Zusammenkunft twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Die Industriestaaten seien die Verursacher des Klimawandels, so Merkel. Die Entwicklungsländer seien im Gegensatz dazu die Hauptleidtragenden. Deutschland sehe national wie auch international seine Verantwortung, dagegen vorzugehen. "Deutschland hat ein Prozent der Weltbevölkerung, verursacht aber zwei Prozent der weltweiten Emissionen", sagte Merkel. Wenn alle so handeln würden, verdoppelten sich die Emissionen - "und wir alle wissen, was das heißen würde".

Die Bundesrepublik habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein. 2022 stehe der Ausstieg aus der Kernenergie an, bis 2038 soll das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen. Mit der kürzlich im Klimakabinett beschlossenen CO2-Bepreisung werde ein Signal gesetzt. Deutschland stehe vor einem tiefgreifenden Wandel, bei dem alle Menschen mitgenommen werden müssten, sagte die Kanzlerin. Das Land wolle einen Beitrag zu nachhaltiger Wirtschaft und nachhaltigem Leben weltweit leisten, schloss die Regierungschefin ihre Ansprache.

Quelle: n-tv.de, fzö

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