Politik

SPD-Troika holt auf Merkels Vorsprung schrumpft

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Die SPD-Troika: Sigmar Gabriel, Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier (v.l.).

(Foto: picture alliance / dpa)

Wer wird Kanzlerkandidat der SPD? Tagelang debattierten Gesellschaft und Medien in der vergangenen Woche über diese Frage. Die Bilder von Steinbrück, Steinmeier und Gabriel flimmerten dabei immer wieder über die Mattscheibe. Jetzt zeigt sich: Diese zusätzliche öffentliche Präsenz nützt den Sozialdemokraten.

Steinbrück, Steinmeier oder Gabriel - von der über einen möglichen Kanzlerkandidaten der SPD in der vergangenen Woche profitieren die Sozialdemokraten offensichtlich. Der Vorsprung von Kanzlerin Angela Merkel vor den SPD-Aspiranten schrumpft. Das zeigt die jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von "Stern" und RTL.

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Der Union von Kanzlerin Angela Merkel trauen noch immer die meisten Bürger zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im direkten Duell zwischen Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der Kanzlerin kommt Merkel nur noch auf 47 Prozent Zustimmung (-2). Für den SPD-Politiker stimmen wie in der Vorwoche 28 Prozent der Befragten.

Merkel landet bei 59 Prozent (-1), wenn ihr Herausforderer Sigmar Gabriel heißt. Den Parteivorsitzenden der Sozialdemokraten bevorzugen in diesem Zweikampf 17 Prozent (+1).

Tritt der frühere Finanzminister Peer Steinbrück gegen Merkel an, kommt die Kanzlerin in dieser Woche nur noch auf 50 Prozent. Auch hier verliert sie einen Prozentpunkt. Zugleich legt ihr sozialdemokratischer Herausforderer einen Prozentpunkt zu und landet bei 28 Prozent Zustimmung.

Kandidatendebatte beeinflusst Parteipräferenzen kaum

Bei der Sonntagsfrage zeichnen sich dagegen nur geringfügige Veränderungen ab. Für die Union stimmen wie seit mehr als einem Monat 36 Prozent der Befragten. Und die SPD schwankt weiterhin zwischen 26 und  27 Prozent (aktuell 27 Prozent).

FDP und Linke gewinnen jeweils einen Prozentpunkt und kommen auf 5 und 8 Prozent. Die Grünen behaupten sich bei 13 und die Piraten fallen auf 7 Prozent (-2).

Der Aufschwung für die möglichen SPD-Kanzlerkandidaten basiert offenbar vor allem darauf, dass sie durch die Debatte verstärkt als Persönlichkeiten präsent waren. Denn das Vertrauen in die politische Kompetenz der Parteien insgesamt veränderte sich nicht. Weiterhin glauben 11 Prozent, dass die SPD mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird. 27 Prozent denken das über die Union. Die FDP dümpelt bei der politischen Kompetenz nach wie vor bei einem Prozent. Lediglich die Grünen können hier einen Punkt zulegen und kommen auf 3 Prozent.

Quelle: ntv.de, ieh