Politik

Kauf, Konsum und Eigenanbau Mexiko kurz vor Cannabis-Legalisierung

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Bis zu acht Pflanzen sollen Cannabis-Liebhaber selbst anbauen dürfen.

(Foto: REUTERS)

Seit rund 100 Jahren ist der Konsum von Cannabis in Mexiko verboten. Gekifft wird trotzdem - und das wohl bald legal. Ein entsprechender Gesetzentwurf steht kurz vor der Verabschiedung. Damit ist Mexiko zukünftig eins von drei Ländern, in denen der Freizeitgebrauch der Droge freigegeben ist.

Mexiko steht kurz davor, als drittes Land der Welt Cannabis für den Freizeitkonsum freizugeben. Die Abgeordnetenkammer des nordamerikanischen Landes stimmte einem entsprechenden Gesetzentwurf am Mittwoch mit 316 zu 129 Stimmen zu, bei 23 Enthaltungen. Mexiko wäre nach Uruguay und Kanada der dritte Staat, und mit rund 126 Millionen Einwohnern der mit Abstand bevölkerungsreichste, der den Freizeitkonsum der pflanzlichen Droge landesweit zulässt und reguliert. In den USA ist Konsum und Handel in einzelnen Bundesstaaten erlaubt.

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Volljährige sollen in Mexiko künftig unter anderem Marihuana in zugelassenen Geschäften kaufen, davon 28 Gramm besitzen und bis zu acht Cannabispflanzen für den Eigenkonsum züchten dürfen. Einschränkungen gelten etwa für den Konsum in der Öffentlichkeit.

Es fehlt noch die Zustimmung des Senats - des Oberhauses des Parlaments, bevor die neue Regelung mit der Unterschrift von Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in Kraft treten kann. Der Senat hatte das neue Gesetz sowie damit einhergehende Reformen bestehender Gesetze bereits im November verabschiedet. Wegen Änderungen durch die Abgeordnetenkammer geht der Entwurf noch einmal zurück in den Senat.

Mexikos Oberster Gerichtshof hatte bereits 2019 geurteilt, das gut 100 Jahre alte absolute Verbot verletze das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Die Richter hatten dem Kongress eine Frist gesetzt, ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden. Nach mehreren Verlängerungen läuft diese Ende April ab. Der Gebrauch von Cannabis zu medizinischen Zwecken ist seit 2017 in Mexiko zugelassen. Ein erklärtes Ziel der Freigabe ist auch, die Gewalt des sogenannten Drogenkrieges, unter der das Land seit Jahren leidet, zu mindern. Cannabisprodukte gehören allerdings nicht zu den lukrativsten oder gefährlichsten Drogen, die in das Nachbarland USA geschmuggelt werden.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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