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Angriffe auf Republikaner Microsoft wehrt russische Cyber-Attacke ab

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Angeblich sollen die Hacker keine Passwörter geknackt haben.

(Foto: picture alliance / Julian Strate)

Hacker versuchen, an vertrauliche Daten von Microsoft-Nutzern zu kommen. Der Konzern kann den Angriff eigenen Angaben zufolge vereiteln. Der US-Konzern vermutet, dass die Angreifer mit der russischen Regierung in Verbindung stehen.

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat nach eigener Darstellung einen mit der russischen Regierung in Zusammenhang stehenden Hackerangriff verhindert. Microsoft habe die Kontrolle über sechs Internet-Domains übernommen, teilte das Unternehmen mit.

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Die mutmaßlichen Angreifer gehörten demnach zu einer unter den Namen Strontium, Fancy Bear oder auch APT28 bekannten Gruppe. Die Hacker hätten versucht, Zugriff auf vertrauliche Daten von Nutzern zu erhalten. Dafür hätten sie Internetseiten kopiert, beispielsweise von Angeboten des US-Senats, des Hudson-Instituts oder des Internationalen Republikanischen Instituts, die sich jeweils für Demokratie und Cybersicherheit einsetzten.

Es gebe keine Hinweise, dass die auf die Passwörter von Nutzern ausgerichteten Angriffe erfolgreich gewesen seien, hieß es. Microsoft zeigte sich dennoch besorgt, dass die Bedrohung für die Sicherheit für eine wachsende Zahl von Nutzern zunimmt.

In den USA steht die russische Regierung unter Verdacht, sich in den Präsidentschaftswahlkampf vor zwei Jahren eingemischt zu haben. US-Sonderermittler Robert Mueller geht entsprechenden Vorwürfen in einer seit Monaten andauernden Untersuchung nach. Der US-Internetkonzern Facebook löschte in diesem Zusammenhang bereits Hunderte Konten. Mit Blick auf die anstehenden Wahlen im US-Repräsentantenhaus befürchten US-Geheimdienste, dass es zu neuerlichen Versuchen einer verdeckten Einflussnahme kommen könnten.

Quelle: n-tv.de, kpi/rts

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