Politik

Randale im Lager von Idomeni Migranten stürmen mit Rammbock Grenzzaun

5a30c480c1da8392c28a9cc5bb3fd561.jpg

Mit diesem Waggon wollten die Migranten den Grenzzaun durchbrechen.

(Foto: AP)

Noch harren knapp 10.000 Menschen im illegalen Flüchtlingslager Idomeni im Norden Griechenlands aus. Sie hoffen auf eine Grenzöffnung in Richtung Mazedonien. Fast täglich kommt es dort zu Krawallen und Versuchen, den Grenzzaun zu durchbrechen.

Mit Tränengas und Blendgranaten hat die griechische Polizei eine Gruppe von rund 300 randalierenden Migranten daran gehindert, den mazedonischen Grenzzaun in der Nähe des wilden Lagers von Idomeni zu durchbrechen. Wie griechische Medien berichteten, hätten die Randalierer einen Eisenbahnwaggon bis zur letzten Absperrung der griechischen Polizei geschoben, um ihn anschließend als Rammbock zu nutzen, um den Zaun auf der mazedonischen Seite zu einzureißen. Die Lage hatte sich erst am Donnerstagmorgen beruhigt.

Viele Randalierer aber auch unbeteiligte Migranten, darunter Kinder litten jedoch an Atemwegebeschwerden wegen der beißenden Luft, die die Tränengaswolken erzeugten.

Im wilden Lager von Idomeni harren knapp 10.000 Menschen seit Monaten aus. Sie hoffen, dass die sogenannte Balkanroute doch noch geöffnet werden könnte, damit sie nach Zentraleuropa gelangen können. Um ihrem Wunsch nach einer Weiterreise Nachdruck zu verleihen, blockieren sie die wichtige Eisenbahnverbindung zwischen Griechenland und Mazedonien.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa

Mehr zum Thema