Politik

Schäden an zwölf StandortenMindestens 25 iranische Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfstaaten

11.03.2026, 22:08 Uhr
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Laut der Analyse gab es vom 28. Februar bis zum 11. März fast 30 Angriffe auf Energieinfrastrukturen im Nahen Osten. (Foto: REUTERS)

Täglich melden die Golfstaaten seit dem US-israelischen Angriff auf die Islamische Republik iranische Vergeltungsschläge. Dabei werden Botschaften und Militärstützpunkte der USA, Energieinfrastruktur und zivile Ziele angegriffen. Eine aktuelle Analyse bietet nun einen Gesamtüberblick.

Der Iran hat seit Ende Februar mindestens 25 gezielte Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion ausgeführt. Vier der zwischen dem 28. Februar und dem 11. März gezählten Angriffe richteten sich gegen US-Botschaften oder Konsulate in Saudi-Arabien, Kuwait und dem Irak, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP zeigt, die unter anderem auf der Auswertung von Satellitenbildern basiert. Die übrigen 21 iranischen Raketen- oder Drohnenangriffe galten 13 verschiedenen Militärstandorten, an denen US-Personal stationiert ist.

Zu diesen Standorten gehören der Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan in der Provinz al-Chardsch in Saudi-Arabien und der Flughafen Erbil im Nordirak, auf dem sich ein US-Stützpunkt befindet. Beide Ziele wurden mindestens viermal angegriffen. Der Luftwaffenstützpunkt al-Udeid im Golfemirat Katar sowie die Luftwaffenbasis al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden jeweils mindestens zweimal vom Iran angegriffen.

In der Zählung nicht enthalten sind sieben vom Iran reklamierte Angriffe gegen von den USA oder den Golfstaaten betriebene Radaranlagen oder Stellungen mit dem THAAD-Raketenabwehrsystem.

AFP konnte zudem Schäden nach zwölf Angriffen auf militärische Einrichtungen mit Verbindungen zu den USA durch die Analyse von Satellitenbildern bestätigen. Die jüngsten Aufnahmen stammen vom 5. März - danach waren solche Aufnahmen von US-Anbietern hochauflösender Bildern zum Schutz von US-Verbündeten nur noch eingeschränkt verfügbar.

Derweil wurden zwischen dem 28. Februar und dem 11. März fast 30 Angriffe auf Energieinfrastrukturen im Nahen Osten verübt - mehr als die Hälfte davon waren iranische Angriffe. AFP zählte 16 iranische Angriffe auf Öl- und Gasfelder oder -anlagen in sieben verschiedenen Golfstaaten. Zu den Zielen gehörte auch das Industriegebiet der Vereinigten Arabischen Emirate, in dem sich unter anderem die Raffinerie Ruwais befindet - eine der größten der Welt. Nach einem Drohnenangriff stellte die Anlage vorsorglich ihren Betrieb ein.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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