Politik

Attentat auf offener Straße Mitglied der Kuds-Brigade in Teheran ermordet

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Das Attentat fand in der iranischen Hauptstadt statt.

(Foto: PantherMedia / Ivan Tykhyi)

Die Kuds-Brigade gilt als Geheimdienst des Irans. In der Hauptstadt Teheran wird ein Mitglied des Bunds auf offener Straße erschossen. Unterdessen werden in der Stadt fünf mutmaßliche Mossad-Agenten festgenommen. Der Vorfall könnte die Situation mit Israel verschärfen.

Ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) ist in Teheran auf offener Straße erschossen worden. Das Attentat ereignete sich nach Angaben des Staatssenders Irib in einem Viertel im Südosten der Hauptstadt. Das Opfer war demnach Mitglied der Kuds-Brigaden, die unter anderem auch in Syrien aktiv sind.

Bei dem Toten handele es sich laut Nachrichtenagentur Tasnim um Colonel Sayad Khodai. Zwei Männer auf einem Motorrad seien an Khodais Fahrzeug vorbeigefahren und hätten das Feuer eröffnet.

Unterdessen meldeten die iranischen Revolutionsgarden, mutmaßliche Mitglieder eines Netzwerks des israelischen Geheimdienstes Mossad verhaftet zu haben. Nach Angaben der IRGC-Website wurden "Krawallmacher", die für den Mossad im Iran tätig sein sollen, verhaftet. Ihnen werden unter anderem Entführungen und Diebstahl vorgeworfen.

Der Iran betrachtet Israel als seinen Erzfeind. Es gab immer wieder iranische Politiker und Kleriker, die die Existenz Israels infrage gestellt haben. Seine derzeit größte existenzielle Bedrohung sieht Israel im iranischen Atom- und Raketenprogramm. Der Iran und die mit ihm verbündete Hisbollah haben ihre Präsenz in Syrien in den vergangenen Jahren ausgebaut. Israels Luftwaffe greift immer wieder Ziele in dem Nachbarland an, um den Iran daran zu hindern, dort weiter Fuß zu fassen.

Teheran unterstützt auch Israels Feinde in der Region, wie die libanesische Hisbollah-Miliz und die militanten Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad. Israel hat sich vehement gegen Teherans Forderung ausgesprochen, die Revolutionsgarden von der US-Terrorliste zu streichen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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