Politik

HIMARS im Dienste der Ukraine Moskau gibt an, US-Raketenwerfer zerstört zu haben

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Medienberichten zufolge hat die Ukraine bisher vier HIMARS-Systeme bekommen.

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Um der russischen Artillerie etwas entgegenzusetzen, erhält die Ukraine aus den USA Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS. Nun meldet Russland die Zerstörung zweier solcher Waffensysteme. Stichhaltige Beweise dafür legt Moskau allerdings nicht vor.

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben zwei US-Raketenwerfer vom Typ HIMARS zerstört. "Nahe der Ortschaft Malotaranowi in der Donezker Volksrepublik wurden zwei Startrampen des Mehrfachraketenwerfers HIMARS aus den USA sowie zwei dazugehörige Munitionslager durch luftgestützte Hochpräzisionsraketen vernichtet", sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

Stichhaltige Beweise für die Zerstörung legte die Behörde jedoch nicht vor. Auch eine von Moskau veröffentlichte Videosequenz ist nach Auswertung des ntv-Verifizierungsteams kein Beleg für die Zerstörung der US-Waffen. In dem unscharfen Clip verfehlen die russischen Raketen offensichtlich ihr Ziel. Medienberichten zufolge hat die Ukraine bisher vier HIMARS-Systeme bekommen.

Darüber hinaus berichtete Konaschenkow über die Zerstörung eines großen Artilleriemunitionslagers nahe der frontnahen Stadt Soledar. Dabei seien 1500 Artilleriegeschosse verschiedenen Kalibers und mehr als 100 Panzerabwehrraketen "ausländischer Produktion" in die Luft gegangen, sagte er.

In einem Luftkampf im Süden der Ukraine habe ein russisches Jagdflugzeug Su-35 zudem zwei ukrainische Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 und einen Kampfjet vom Typ Mi-25 abgeschossen. Das russische Verteidigungsministerium behauptet, seit Kriegsbeginn 232 ukrainische Flugzeuge und 137 Hubschrauber abgeschossen zu haben. Medienberichten zufolge hatte die Ukraine vor dem Krieg allerdings nur rund 100 Flugzeuge und 90 Hubschrauber in ihrem Bestand.

Unterdessen meldete Kiew die Abwehr einer russischen Attacke im Donbass. "Die ukrainischen Kämpfer haben dem Feind bei einem versuchten Angriff im Umkreis der Ortschaften Werchnjokamkanka, Bilohoriwka und Hryhoriwka erhebliche Verluste zugefügt. Die Okkupanten haben sich zurückgezogen", teilte der Generalstab mit. Die Ortschaften liegen 10 bis 15 Kilometer westlich der einstigen Großstadt Lyssytschansk, die Russlands Truppen am Wochenende erobert haben. Unabhängig lassen sich die Angaben nicht überprüfen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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