Politik

Mit Genehmigungen und GebührenNeue Behörde soll an der Straße von Hormus abkassieren

08.05.2026, 15:45 Uhr
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Teheran hat die für den Transport von Rohöl und Flüssiggas wichtige Meerenge de facto gesperrt. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Während Schiffe die Straße von Hormus vor dem Krieg kostenfrei passieren konnten, kündigt der Iran zuletzt an, künftig Gebühren für die Durchfahrt erheben zu wollen. Eine neue Behörde soll sich darum kümmern.

Der Iran hat einem Medienbericht zufolge eine eigene Behörde für die Kontrolle und zur Erhebung von Mautgebühren für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufgebaut. Das Amt habe bereits ein neues Regelwerk eingeführt, das "Schiffe dazu verpflichtet, eine Durchfahrtgenehmigung einzuholen und Gebühren zu entrichten, bevor sie losfahren", meldete das Magazin "Lloyd's List", das über Schifffahrt und Seehandel berichtet.

In den Formularen müssten "detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute" gemacht werden. Am Dienstag hatte bereits der iranische Sender Press TV berichtet, dass ein "System zur Ausübung der Souveränität über die Straße von Hormus" aufgebaut worden sei.

Israel und die USA hatten Ende Februar mit Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Teheran sperrte in der Folge die für den Transport von Rohöl und Flüssiggas wichtige Meerenge de facto, was weltweit zu explodierenden Energiepreisen führte. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump einen Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormus nach kurzer Zeit wieder abgeblasen.

Während Schiffe die Meerenge vor dem Krieg kostenfrei passieren konnten, hat der Iran zuletzt wiederholt angekündigt, künftig Gebühren für die Durchfahrt erheben zu wollen. Mit den Einnahmen, die sich der Iran mit dem Oman teilen will, sollten unter anderem Kriegsschäden bezahlt werden. Ende April hatte Teheran erste Einnahmen durch die Mautgebühren gemeldet. Unter anderem Frankreich hatte eine Erhebung von Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen als "inakzeptabel" bezeichnet.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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