Politik

Streit um das Familienerbe Nichte zieht gegen Donald Trump vor Gericht

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Mary Trump erhebt gegen ihren Onkel Donald Trump schwere Vorwürfe.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Schwere Vorwürfe gegen Donald Trump: Nichte Mary wirft ihrem Onkel vor, sie beim Erbe ihres verstorbenen Großvaters hintergangen zu haben. Bei der Intrige soll der US-Präsident auch Hilfe von seinen Geschwistern erhalten haben. Nun liegt der Fall vor einem New Yorker Gericht.

Donald Trumps Nichte Mary Trump zieht in einem Erbschaftsstreit gegen den US-Präsidenten vor Gericht. In der heute in New York eingereichten Klage wird Donald Trump und anderen Mitgliedern der Familie vorgeworfen, Mary Trump um einen Erbanteil im zweistelligen Millionenbereich betrogen zu haben.

Mary Trump bekräftigt damit Anschuldigungen, die sie auch in ihrem unlängst veröffentlichten Enthüllungsbuch über die Trump-Familie "Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf" erhoben hat. Darin beschuldigt sie den Präsidenten, dessen Schwester Maryanne Trump Barry und dessen im August verstorbenen Bruder Robert Trump, sich betrügerisch gegen sie verbündet zu haben. So sollen ihre beiden Onkel und ihre Tante sie "herausgedrängt" haben, als sie die Kontrolle über das Erbes ihres 1999 verstorbenen Vaters, Mary Trumps Großvater Fred Trump, übernahmen. Mary Trump ist die Tochter von Donald Trumps Bruder Fred Trump Jr., der 1981 starb.

Die Angeklagten hätten sie um ihren Anteil geprellt, indem sie ihr immer wieder Lügen über den Wert ihres Erbes aufgetischt hätten, heißt es in der Klage. Mary Trump sei hereingelegt worden und habe ihren Anteil schließlich für einen Bruchteil seines wirklichen Wertes aufgegeben. "Betrug war nicht nur das Familiengeschäft - es war eine Lebensweise."

Von Trumps Anwalt Jay Sekulow war zunächst keine Stellungnahme zu der Klage zu bekommen. Auch die Beschuldigte Maryanne Trump Barry sowie Rechtsvertreter des verstorbenen Bruders Robert Trump wollten sich nicht zu dem Fall äußern.

Quelle: ntv.de, jpe/rts