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Zum vierten Mal in einer Woche Nordkorea testet neues Raketensystem

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Nordkoreas Machthaber Kim verfolgte persönlich den Raketentest.

(Foto: picture alliance / dpa)

Binnen weniger Tage führt Nordkorea bereits den vierten Raketentest durch. Machthaber Kim hat offenbar keine ernsthaften Konsequenzen zu befürchten: Bis jetzt gibt sich US-Präsident Trump demonstrativ gelassen.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben erneut ein neues Raketensystem getestet. Die Übung sei zur Zufriedenheit von Machthaber Kim Jong Un verlaufen, der den Ablauf persönlich verfolgt habe, berichtete die Staatsagentur KCNA. Bei dem Test des neuentwickelten Mehrfach-Raketensystems sei es vor allem darum gegangen, den Flugverlauf in größeren Höhen und die Trefferwirkung zu überprüfen, hieß es. Details zu dem System wurden nicht genannt.

Nordkorea hat damit den vierten Raketentest innerhalb weniger Tage durchgeführt. In der vergangenen Woche hatte Nordkorea bereits Raketen abgefeuert und dies als Reaktion auf für August geplante, gemeinsame Militärübungen Südkoreas und der USA dargestellt. Zwei weitere Raketen am Mittwoch wurden von Pjöngjang als Test eines neuen Raketenstartsystems präsentiert, das nach Angaben der Staatsagentur KCNA eine Schlüsselrolle für militärische Bodenoperationen einnehmen soll. Am Freitagmorgen folgte der dritte Raketentest.

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US-Präsident Donald Trump reagierte demonstrativ gelassen auf den dritten Raketentest. In einer Reihe von Tweets betonte er, dass er Kim weiterhin vertraue. Zwar könne es sich bei den Raketentests um Verstöße gegen UN-Resolutionen handeln, aber Kim wolle ihn "nicht enttäuschen" und sein Vertrauen verletzen, da für Nordkorea zu viel auf dem Spiel stehe, schrieb Trump. Der nordkoreanische Machthaber habe eine "großartige und schöne Vision für sein Land, und nur die USA mit mir als Präsident können diese Vision Wirklichkeit werden lassen", fügte er hinzu.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea - das mehrfach Atomwaffen getestet hat - die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Quelle: n-tv.de, uzh/dpa/AFP

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