Politik

Atomgespräche angekündigt Nordkorea will wieder mit den USA reden

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Lassen erst einmal ihre Mitarbeiter für sich sprechen: Kim Jong Un und Donald Trump.

(Foto: REUTERS)

Nordkorea und die USA nähern sich offenbar wieder an. Noch diese Woche wollen sich die Staatschefs Trump und Kim zu Atomgesprächen treffen. Bereits im Februar versuchten beide Staaten erfolglos, sich auf einen Kompromiss bei Pjöngjangs atomarer Abrüstung zu einigen.

Nach monatelangem Stillstand in den Verhandlungen über sein Atomwaffenprogramm will Nordkorea noch diese Woche mit den USA neue Gespräche auf Arbeitsebene führen. Beide Länder hätten vereinbart, damit an diesem Samstag zu beginnen, wurde Nordkoreas erste Vizeaußenministerin Choe Son Hui von den staatlichen Medien des international isolierten Landes zitiert. Am Freitag gebe es zunächst vorbereitende Kontakte. Wo die Unterredungen stattfinden, ist noch nicht bekannt. Südkoreas Präsidialamt begrüßte die Ankündigung.

Choe äußerte die Hoffnung, dass die Arbeitsgespräche die positive Entwicklung in den Beziehungen beschleunigen. Zuletzt hatte die kommunistische Führung in Pjöngjang signalisiert, zu neuen Gesprächen bereit zu sein. Choe hatte aber im vergangenen Monat in einer Erklärung auch gefordert, Washington müsse neue Vorschläge präsentieren, die Pjöngjang zufrieden stellen sollten. US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatten Ende Juni bei einem kurzen Treffen an der innerkoreanischen Grenze Verhandlungen auf Arbeitsebene vereinbart. Die Gespräche kamen aber bisher nicht zustande.

Im Februar war ein Gipfeltreffen zwischen Kim und Trump in Vietnam gescheitert. Beide konnten sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung durch Pjöngjang und bei den Gegenleistungen der USA nicht einigen. Bei ihrem ersten Gipfel im Juni 2018 in Singapur hatte sich Kim zu einer "kompletten Denuklearisierung" bereiterklärt. Es gab aber keine konkreten Zusagen, bis wann das Land sein Atomwaffenarsenal abrüsten will.

Nordkorea hatte im September den Erfolg künftiger Verhandlungen mit den USA auch von Sicherheitsgarantien für sein System abhängig gemacht. In Südkorea wurde die Erklärung als weiterer Versuch gewertet, die eigene Verhandlungsposition zu stärken und den Druck auf die USA zu erhöhen. Ebenso fordert Pjöngjang eine Lockerung der Sanktionen.

Quelle: ntv.de, ibu/dpa