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Fades TV-Debüt Palin enttäuscht Erwartungen

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Sarah Palin zeigte sich handzahm.

Reuters

Ohne echte Spitzen, ohne rhetorische Highlights verläuft der erste Auftritt der ehemaligen Vizepräsidentschafts-Kandidatin als Kommentatorin beim erzkonservativen Sender Fox News.

Zahnloses TV-Debüt der republikanischen US-Politikerin Sarah Palin: Ohne rhetorische Highlights, ohne echte Spitzen verlief der erste Auftritt der ehemaligen Vizepräsidentschafts-Kandidatin als Kommentatorin beim erzkonservativen Sender Fox News. Sie wolle eine "faire und ausgewogene Analyse" abgeben, sagte Palin bei ihrem 20-minütigen Einstand bei der "O'Reilly-Show".

Zwar kritisierte sie Präsident Barack Obama ("Natürlich fallen seine Umfragewerte"), bemängelte die geplante Gesundheitsreform, und beteuerte immer wieder, die Regierung habe "den Kontakt mit dem amerikanischen Volk verloren". Doch echte Breitseiten blieben aus. Trotz mehrfachen Drängens wollte sich die Hardline-Politikerin nicht für einen Militärschlag gegen den Iran aussprechen. Dies solle eine "letzte Option" bleiben, meinte Palin, die im schwarzen Kostüm mit braver Halskette und großer Brille auftrat.

Karriere in den Medien

Der Deal, für den Rupert-Murdoch-Sender zu kommentieren, hatte Schlagzeilen in den USA ausgelöst. Insider behaupten, die populistische Politikerin wolle ihre nunmehr regelmäßige TV-Präsenz vor allem als Sprungbrett für eine Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2012 nutzen. Erst unlängst hatte sie mit ihren Memoiren "Going Rogue: An American Life" (etwa: Außer Rand und Band: Ein amerikanisches Leben) einen Medien-Coup gelandet.

Palin hatte im Wahlkampf 2008 als Vize-Kandidatin des unterlegenen John McCain Furore gemacht. Während Anhänger sie als neuen republikanischen "Politiker-Typ" feierten, machten sich Kritiker über rhetorische Patzer lustig. Auch bei Fox News wurde die frischgebackene Meinungsmacherin gefragt, ob die Behauptung böser Zungen denn wirklich richtig sei, dass sie Nord- und Südkorea nicht unterscheiden könne. Palins Antwort: "Natürlich sind das nur Lügner."

Quelle: n-tv.de, dpa

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