Parteikollegen angegangen?Beatrix von Storch soll handgreiflich geworden sein

In der AfD ist die Stimmung bereits wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft schlecht. Nun geraten zwei Bundespolitiker wegen einer Mitteilung zum Iran-Krieg aneinander. Beide stellen die Situation unterschiedlich dar.
In der AfD-Bundestagsfraktion ist es diese Woche hart zur Sache gegangen. Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Kay Gottschalk wirft Fraktions-Vize Beatrix von Storch vor, sie sei ihm gegenüber handgreiflich geworden.
Nach Angaben von Teilnehmern einer internen Runde begann die Auseinandersetzung zwischen den beiden, als Gottschalk in dem Kreis kritisierte, eine Mitteilung zum Iran-Krieg sei am Wochenende zu spät veröffentlicht worden. Laut Gottschalk kam die stellvertretende Fraktionsvorsitzende daraufhin zu ihm. "Sie hat mir erst das Handy vor die Nase gehalten und mir dann zweimal die flache Hand auf die Stirn geknallt", sagte Gottschalk auf Nachfrage.
"Ich war völlig überrascht und halte dieses Verhalten für absolut unangemessen", kommentierte Gottschalk. Von Storch sagte dagegen, sie habe den Fraktionskollegen nicht geschlagen, sondern "ich habe an seine Stirn getippt".
Die Partei stand in den vergangenen Wochen verstärkt wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft in der Kritik. Auch in der AfD selbst ist die Stimmung deswegen angespannt. Kürzlich hat die AfD-Fraktion im Bundestag ihren Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt im Zusammenhang mit der Debatte ausgeschlossen.