Politik

Geldsegen für die Grünen Pharma-Erbe spendet halbe Million Euro

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Großspenden erhalten die Grünen eher selten.

(Foto: imago images/Rüdiger Wölk)

Die Grünen können sich im Wahljahr über eine unverhoffte Finanzspritze freuen: Eine Einzelperson lässt der Partei die größte Parteispende ihrer Geschichte zukommen. Der Spender unterstützt die Grünen nicht zum ersten Mal.

Die Grünen haben die größte Spende ihrer Parteigeschichte erhalten: Nach Angaben des Bundestags hat die Partei vom Pharma-Erben Antonis Schwarz am Montag 500.000 Euro bekommen. Die Partei bestätigte dem "Spiegel", niemals zuvor mit einer größeren Einzelspende bedacht worden zu sein.

Großzügigster Einzelspender war bislang der Vermögensberater Jochen Wermuth, dessen Firma im Bereich der Nachhaltigen Investments aktiv ist. Er überwies dem baden-württembergischen Landesverband der Grünen im Wahlkampfjahr 2016 gleich zweimal 300.000 Euro.

Die 500.000 Euro von Schwarz sind der Partei zufolge für den Bundestagswahlkampf und die Landtagswahlkämpfe in diesem Jahr bestimmt. Summen in dieser Größenordnung sind auch für andere Parteien unüblich. Im vergangenen Jahr erhielt lediglich die CDU eine Einzelspende in dieser Höhe, sie kam von der Berliner Vermögensverwaltung Gröner Family Office, die mehrheitlich dem Immobilienentwickler Christoph Gröner gehört. Der wiederum hatte der CDU bereits als Privatperson 300.000 Euro zukommen lassen.

Auch Antonis Schwarz hat sich in der Vergangenheit bereits als Großspender hervorgetan: 2019 hat er die Grünen schon einmal mit 65.000 Euro bedacht. Laut "Wirtschaftswoche" unterstützte er auch die Aktionskünstler vom "Zentrum für Politische Schönheit". Der Deutsch-Grieche Schwarz entstammt der Gründerfamilie des Pharmaunternehmens Schwarz Pharma. Seine Stiftung "Guerilla Foundation" will nach eigenen Angaben durch die Unterstützung von "Aktivisten und sozialen Graswurzelbewegungen" einen "größeren Systemwandel in Europa" bewirken.

Zuwendungen an Parteien, die im Einzelfall die Höhe von 50.000 Euro übersteigen, müssen dem Bundestagspräsidenten unverzüglich angezeigt und dann veröffentlicht werden.

Quelle: ntv.de, ino

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