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Beihilfe bei mehreren Hinrichtungen Polizei nimmt mutmaßlichen Taliban fest

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Der mutmaßlich radikale Taliban soll sich den islamischen "Gotteskriegern" angeschlossen haben.

picture alliance / dpa

Weil er bei mehreren Hinrichtungen in Afghanistan dabei gewesen sein soll, hat die Bundesanwaltschaft einen mutmaßlichen Taliban festnehmen lassen. Der 21-Jährige soll als Leibwächter eines Kreisverwalters gearbeitet haben, der die Tötungen veranlasste.

Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen Taliban festnehmen lassen, der in Afghanistan bei zahlreichen Hinrichtungen geholfen haben soll. Sie wirft dem 21-jährigen Khan A. Beihilfe zum Mord vor. Der Mann soll sich den radikal-islamischen "Gotteskriegern" 2014 angeschlossen haben und Leibwächter eines Taliban-Henkers sowie eines Kreisverwalters gewesen sein, der auch Hinrichtungen veranlasste.

Die Ermittler werfen dem Afghanen unter anderem vor, den Vollstrecker der Todesurteile beschützt und "in zahlreichen Fällen" bei der Abholung und Tötung der Opfer begleitet zu haben. In einem Fall sei mit seiner Beteiligung ein Soldat nachts aufgesucht und hingerichtet worden, hieß es.

Den weiteren Angaben der Behörde zufolge erließ ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe Haftbefehl gegen den 21-Jährigen und ordnete Untersuchungshaft an. Wie der Mann nach Deutschland kam und wo er festgenommen wurde, wurde nicht mitgeteilt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle: n-tv.de, vni/dpa/AFP

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