Politik

Auf Bestreben Trumps Pompeo will Clintons Mails veröffentlichen

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Plötzlich sind die E-Mails Hillary Clintons wieder ein Thema.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im US-Wahlkampf 2016 spielen Hillary Clintons E-Mails eine bedeutende Rolle. Trump geht bei der Wahl als Sieger hervor. Nun thematisiert er die Affäre erneut und setzt Außenminister Pompeo unter Druck, Clintons Mails zu veröffentlichen - mit Erfolg. Die Frage ist nur: Welchen Effekt hat das?

US-Außenminister Mike Pompeo hat unter Druck von Präsident Donald Trump angekündigt, E-Mails der demokratischen Ex-Außenministerin Hillary Clinton zu veröffentlichen. "Wir werden diese Informationen herausbringen, damit das amerikanische Volk sie sehen kann", sagte Pompeo dem Sender Fox News am Freitag (Ortszeit). Trump hatte Pompeo vorgeworfen, alte E-Mails seiner früheren Wahlgegnerin Hillary Clinton aus ihrer Zeit als Außenministerin nicht zu veröffentlichen.

*Datenschutz

"Ich bin aus diesem Grund nicht zufrieden mit ihm", hatte Trump zuvor geäußert. Hintergrund ist eine Affäre über die Nutzung privater E-Mail-Server durch Clinton, als sie Außenministerin war. Trump hatte seine Kontrahentin im Wahlkampf um das Präsidentenamt 2016 auch wegen der E-Mail-Affäre massive Vorwürfe gemacht. Trump, der momentan um seine Wiederwahl kämpft, wiederholte am Freitag seine Forderung, Clinton solle wegen der E-Mails inhaftiert werden.

"Ich bin sicher, dass es vor der Wahl noch mehr zu sehen geben wird", sagte Pompeo zum Zeitpunkt der Veröffentlichungen. "Hillary Clinton hätte das nie tun dürfen. Es war ein inakzeptables Verhalten", betonte der Außenminister. Beauftragt er seine Mitarbeiter, sich mit den E-Mails seiner Vorgängerin zu beschäftigen, würde das höchstwahrscheinlich Kontroversen auslösen. Nach einem Gesetz von 1939 sind den Angestellten auf Bundesebene die meisten politischen Aktivitäten untersagt.

Clinton hatte zugegeben, dass sie von 2009 bis 2013 einen privaten E-Mail-Server benutzte. Untersuchungen ergaben jedoch, dass sie nachlässig gehandelt habe, aber keine kriminelle Absicht vorlag. Der Streit um die Nutzung von privaten E-Mail-Servern prägte den Wahlkampf 2016, in dem Clinton am Ende die Abstimmung gegen Trump verlor.

Quelle: ntv.de, lwe/AFP