Politik

Arbeitsort: Schloss Bellevue Republik sucht Staatsoberhaupt

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Hier lässt es sich leben und arbeiten: das Schloss Bellevue in Berlin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Demnächst wird in Berlin eine Stelle frei: die des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Anwärter gibt es viele, einen echten Favoriten bisher nicht - auch, weil sich Kanzlerin Merkel nicht in die Karten schauen lässt.

Wer soll es machen? Joachim Gauck tritt nicht mehr als Bundespräsident an, am 12. Februar 2017 muss ein Nachfolger bestimmt werden. Doch die Lage ist verzwickt.

In der Bundesversammlung hätte die Große Koalition eine Mehrheit. Union und SPD haben sich auch darauf geeinigt, einen gemeinsamen Kandidaten zu präsentieren. Doch schon im Herbst 2017 sind Bundestagswahlen, danach wollen die Parteien eigentlich nicht mehr zusammen regieren. Und das ist nicht das einzige Problem.

Die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung lassen auch Gedankenspiele über einen schwarz-grünen oder einem rot-rot-grünen Kandidaten zu. Nur ist fraglich, ob Union und SPD ein solches Zeichen so kurz vor der Bundestagswahl setzen wollen. Und falls ja, machen Grüne und Linkspartei dabei auch mit?

Eigentlich für Ende Oktober vorgesehen hat die Koalition ihre Entscheidung angesichts der vertrackten Lage schon auf Anfang November verschoben. Am Ende könnte es gar auf eine Kampfabstimmung hinauslaufen, bei der sowohl Union als auch SPD einen eigenen Kandidaten aufbieten. Einen richtigen Favoriten gibt es nicht. Es kursieren etliche Namen - mit denen unterschiedliche Aussichten und Ambitionen einhergehen. Ein Überblick:

Quelle: ntv.de