Politik

"Sogar Jesus hatte mehr Rechte" Republikaner vergleicht Trump mit Christus

AP_19352710457132.jpg

Gibt sich bibelfest: Barry Loudermilk.

(Foto: AP)

Die Debatte um das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ist hitzig. Der republikanische Kongressabgeordnete Loudermilk prangert angebliches Unrecht in der Behandlung des US-Präsidenten an und scheut dabei nicht vor biblischen Bezügen zurück.

Im rhetorischen Schlagabtausch um das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump im US-Kongress hat der republikanische Kongressabgeordnete Barry Loudermilk einen Vergleich mit Jesus Christus bemüht. Loudermilk kritisierte vor dem Votum zur Einleitung des sogenannten Impeachments im Repräsentantenhaus, dass die Demokraten Trump bei den Ermittlungen für das von ihnen angestrebte Amtsenthebungsverfahren grundlegende Rechte verwehrt hätten.

Loudermilk sagte an die Adresse seiner Kollegen: "Bevor Sie heute - eine Woche vor Weihnachten - diese historische Abstimmung vornehmen, möchte ich, dass Sie das beachten: Als Jesus fälschlicherweise des Verrats beschuldigt wurde, gab Pontius Pilatus Jesus die Gelegenheit, sich seinen Anklägern zu stellen. Während dieses Scheinprozesses gewährte Pontius Pilatus Jesus mehr Rechte als Demokraten diesem Präsidenten in diesem Prozess gewährt haben." Pontius Pilatus war der römische Statthalter von Judäa. Er saß der Überlieferung zufolge dem Verfahren gegen den als Sohn Gottes angesehenen Wanderprediger Jesus von Nazareth vor und ordnete an, ihn als gefährlichen Aufrührer und politischen Unruhestifter kreuzigen zu lassen.

Auch Trump hatte am Dienstag in einem Schreiben kritisiert, ihm seien bei den Vorbereitungen der Demokraten für ein Amtsenthebungsverfahren Grundrechte verwehrt worden - etwa die Möglichkeit, Zeugen bei den Anhörungen im Repräsentantenhaus verhören zu lassen.

Trump selbst bezog sich dabei aber nicht auf die Bibel. "Den Beschuldigten bei den Hexenprozessen von Salem wurde ein faireres Verfahren gewährt." In der Stadt Salem im US-Staat Massachusetts hatten 1692 Prozesse begonnen, bei denen zahlreiche Menschen der Hexerei beschuldigt wurden. Sie kosteten 25 Menschen das Leben.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen