Politik

Genehmigung steht noch aus Rheinmetall modernisiert 30 Marder-Schützenpanzer

imago0159470041h.jpg

Der Marder-Schützenpanzer ist in Deutschland eigentlich nur noch im Museum zu finden.

(Foto: IMAGO/localpic)

Die Ukraine hofft weiterhin auf schwere Waffen, mit Marder-Schützenpanzern von Rheinmetall könnte erneut Bewegung in die Sache kommen. Der Rüstungskonzern stellt die Fahrzeuge allerdings nicht direkt für die Ukraine bereit.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall modernisiert derzeit nach eigenen Angaben mehr als zwei Dutzend Schützenpanzer vom Typ Marder für einen möglichen Ringtausch zur Unterstützung der Ukraine. Man habe bereits 30 Stück "in Arbeit genommen", um sie für die erhofften Verkäufe vorzubereiten, sagte ein Unternehmenssprecher am Standort Unterlüß in Niedersachsen. Insgesamt ließen sich rund 100 Stück "relativ einfach herrichten". Mitte Juni hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass bereits sechs Marder-Schützenpanzer fertig instandgesetzt wurden.

Rheinmetall hatte die Lieferung der von der Bundeswehr ausgemusterten und wieder aufzubereitenden Marder angeboten. Die Bundesregierung hat nach bisherigem öffentlichen Stand aber noch nicht entschieden. Rheinmetall-Chef Armin Papperger geht von einer baldigen Genehmigung der geplanten Verkäufe alter Marder-Panzer aus. "Wir haben täglich Kontakt zum Kanzleramt, da ist Wille und Druck da", sagte er.

Der Sprecher erklärte, Ziel sei es, die Schützenpanzer von Typ 1A3 an andere Länder abzugeben, die dafür dann ihrerseits eigene Rüstungsgüter an die ukrainischen Streitkräfte liefern könnten. Länder wie Tschechien und Griechenland würden sie dann als Ausgleich erhalten, wenn sie ihrerseits alte sowjetische Panzer aus ihren Beständen an die Ukraine liefern. Es gab international zuletzt auch Kritik an Deutschland wegen Zögerlichkeit bei versprochenen Waffenlieferungen.

Bei den betreffenden Marder-Exemplaren geht es um Panzer aus den 1970er und 1980er Jahren. Rheinmetall will außerdem ältere Ausgaben des Kampfpanzers Leopard 1 weiterverkaufen: "Wir hätten 88 davon verfügbar." Weil große Teile der Politik in der aktuellen Kriegslage Exporte älteren Militärgeräts an verbündete Staaten befürworteten, sei man zuversichtlich, dass der Bundessicherheitsrat die Geschäfte erlaube.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen