Politik

Moskau bestätigt Verlust Russlands Raketenkreuzer "Moskwa" ist gesunken

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Die "Moskwa" war das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte und hatte auch symbolische Bedeutung für Russland.

(Foto: dpa)

Ob es ukrainische Raketen waren oder ein Feuer, das an Bord ausgebrochen ist, ist nach wie vor unklar. Fest steht nun jedoch, dass die "Moskwa", Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, gesunken ist.

Der beschädigte russische Raketenkreuzer "Moskwa" ist nach russischen Angaben gesunken. Das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte sei während eines Sturms untergegangen, als es an sein Ziel geschleppt wurde, berichtete die Staatsagentur Tass unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Auch die Nachrichtenagentur Ria Novosti meldete dies unter Berufung auf das Ministerium.

Ein Abschleppen sei notwendig geworden, da das Schiff seine Stabilität aufgrund von Schäden am Rumpf verloren habe, der während eines Brandes durch die Detonation von Munition beschädigt worden sei, hieß es. "Bei stürmischer See sank das Schiff", hieß es weiter. Ukrainische Militärs hatten dagegen zuvor berichtet, das Schiff sei von einer Anti-Schiffs-Rakete getroffen worden. In der Nacht zu Donnerstag hatte es von russischer Seite geheißen, die Besatzung des Schiffes sei nach einem Brand vollständig auf andere Schiffe der Schwarzmeerflotte in der Gegend evakuiert worden.

Ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter sagte in Washington, bislang lasse sich nicht mit Klarheit sagen, was den Schaden auf dem Raketenkreuzer verursacht habe. Man gehe davon aus, dass sich das Schiff 60 bis 65 nautische Meilen südlich der ukrainischen Stadt Odessa befunden habe, als es zu einer Explosion gekommen sei. "Im Moment können wir nicht definitiv sagen, was diese Explosion und das anschließende Feuer verursacht hat."

Es könne auf einen Raketenangriff zurückzuführen sein, es könne aber auch andere Gründe geben. Die Gefahr von Bränden und Explosionen auf derartigen Schiffen sei generell groß, da diese brennbares und explosives Material an Bord hätten, betonte er. Daher gelte es, vorsichtig zu sein mit Schlussfolgerungen.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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