Politik

Details sind umstritten SPD fordert Prämie für Ausbildungsplätze

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Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hatte die Prämie für Ausbildungsplätze als Erster ins Gespräch gebracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Durch die Corona-Krise sind viele Betriebe gezwungen, ihre Angestellten in Kurzarbeit zu schicken. Besonders fatal ist das für Auszubildende. Die SPD will deshalb Betriebe, die ihre Auszubildenden weiterhin beschäftigen, mit einer Prämie belohnen. Doch es gibt parteiinterne Unstimmigkeiten.

In der Corona-Krise will die SPD-Bundestagsfraktion Ausbildungsplätze mit einer einmaligen Prämie erhalten. "Damit die Kinder eine Zukunft haben, brauchen sie Ausbildung", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Mast. "Die Prämie soll Unternehmen unterstützen, die in der Krise an ihren Ausbildungsplätzen festhalten." Zuvor hatte Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD eine solche Prämie ins Spiel gebracht.

Am Dienstagabend wollen sich die Spitzen der Koalition treffen, um eine Konjunkturpaket in der Corona-Krise auf den Weg zu bringen. Die Details sind im Vorfeld umstritten. Bärbel Bas, ebenfalls SPD-Fraktionsvize, warb für zusätzliche Finanzmittel für die anwendungsorientierte Forschung. Der Bund solle eine Milliarde Euro in einen gemeinsamen Fonds von Bund und Ländern geben, forderte sie.

"Durch die finanziellen Einbußen in der Krise kürzen die Unternehmen insbesondere im Mittelstand Forschungsmittel", sagte Bas. "Um den Verlust von Marktanteilen und Arbeitsplätzen zu vermeiden, muss der Staat in diesen Fällen vorübergehend einspringen und in den kommenden Jahren die anwendungsorientierte Forschung unterstützen."

Quelle: ntv.de, can/dpa