Politik
SPD-Chef Martin Schulz wirbt für eine Große Koalition - doch es gibt Widerstand.
SPD-Chef Martin Schulz wirbt für eine Große Koalition - doch es gibt Widerstand.(Foto: REUTERS)
Sonntag, 21. Januar 2018

RTL/n-tv Trendbarometer: SPD verliert weiter an Boden

Die SPD streitet, ob sie Koalitionsverhandlungen mit der Union aufnehmen soll. Mit Spannung wird eine entsprechende Entscheidung auf dem Parteitag in Bonn erwartet. Das RTL/ntv-Trendbarometer zeigt allerdings: Die Partei verliert weiter an Zustimmung.

Der unentschlossene Zickzack-Kurs der SPD in der Frage einer Großen Koalition bekommt der Partei nicht gut: In der Sonntagsfrage kommen die Sozialdemokraten auf nur noch 18 Prozent. Sie verlieren damit zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche. Das ergibt eine Forsa-Umfrage für das RTL/n-tv Trendbarometer.

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Der Union schadet die anhaltende Hängepartie bei der Regierungsbildung dagegen nicht: CDU und CSU legen um einen Punkt auf 34 Prozent zu. Grüne und AfD liegen nun gleichauf bei 12 Prozent der Befragten. Während die Grünen ihren Stimmenanteil nicht verändern konnten, legte die Alternative für Deutschland um einen Prozentpunkt zu.

Auch die Linke steigt in der Wählergunst: von 9 auf 10 Prozent der Stimmen. Abgeben muss dagegen die FDP: Die Liberalen, die die Sondierungen zu einer Jamaika-Koalition haben platzen lassen, verlieren einen Prozentpunkt und kommen auf 8 Prozent - sie würden damit die kleinste Fraktion im Bundestag bilden. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 23 Prozent.

Merkel oder Schulz?

Nur wenig Änderungen gibt es bei der Kanzlerpräferenz: Für Amtsinhaberin und CDU-Chefin Angela Merkel würden wie in der Vorwoche 46 Prozent stimmen. Der Abstand auf Martin Schulz ist sogar noch etwas größer geworden: Der SPD-Chef verliert einen Prozentpunkt und erreicht nun 18 Prozent. 36 Prozent der Befragten würden sich für keinen der beiden entscheiden.

Zum Vergleich: Im Monat der Bundestagswahl, im September 2017, hätten sich noch 22 Prozent für Schulz entschieden. Merkel lag damals bei 49 Prozent.

Die Mehrheit der Befragten traut derweil keiner Partei zu, mit den Problemen des Landes fertig zu werden: 53 Prozent. Der Union trauen dies 27 Prozent zu, so viele wie vor einer Woche. Der SPD trauen dies 8 Prozent zu - ein Rückgang um einen Prozentpunkt. 12 Prozent der Befragten glauben, dass eine andere Partei die Probleme am besten lösen könnte - auch hier gibt es einen Rückgang um einen Prozentpunkt.

An der Forsa-Umfrage nahmen in der Woche vom 15. bis 19. Januar 2501 Personen teil. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozent. Die Frage zur politischen Kompetenz beantworteten 1006 Menschen.

Quelle: n-tv.de