Politik

"Alles Quatsch" Sauerland setzt sich zur Wehr

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Sauerland will nicht zurücktreten.

(Foto: dapd)

Er ist wohl einer der unbeliebtesten Bürgermeister in Deutschland: Adolf Sauerland. Dennoch will er nicht zurücktreten und kritisiert Duisburger Initiativen gegen ihn. Und auch für die Korruptionsvorwürfe gegen ihn findet harsche Worte.

Als Mogelpackung und Initiative von SPD und Linken hat Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) den geplanten Bürgerentscheid über seine Zukunft kritisiert. Im Magazin "Focus" kündigte er zugleich an, nur dann von seinem Posten zurücktreten zu wollen, wenn einer seiner Mitarbeiter wegen der  Mitte 2010 von einem Gericht schuldig gesprochen werden sollte. Bei der Katastrophe waren 21 Menschen gestorben und 500 verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen elf Mitarbeiter Sauerlands.

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Der Ausgang eines Tunnels wurde zur tödlichen Falle für 21 Raver.

(Foto: dpa)

Am 12. Februar kommenden Jahres sollen die Duisburger über einen Antrag zur Abwahl ihres Oberbürgermeisters entscheiden. Mit einer Unterschriftenkampagne hatte eine Bürgerinitiative einen entsprechenden Bürgerentscheid durchgesetzt. Vielen gilt der 56-jährige Sauerland als einer der Hauptschuldigen der Loveparade-Katastrophe. Sauerland beteuerte dagegen erneut, er trage an der Tragödie keine Schuld. "Es ist noch niemandem eine Schuld nachgewiesen worden. Und solange das kein Gericht getan hat, bleibe ich im Amt", sagte er.

Darüber hinaus wies Sauerland die gegen ihn erhobenen Gegen Sauerland wird ermittelt zurück: "Alles Quatsch." Es gebe keinen Zusammenhang zwischen einer Spende an die CDU und der Vergabe von Bauaufträgen an die Projektentwickler Stephan Kölbl und Markus Kruse. Derzeit geht die Staatsanwaltschaft Vermutungen nach, dass die Spenden an die CDU für Sauerlands Wahlkampf in Höhe von 38 000 Euro im Zusammenhang mit Bauprojekten geflossen sein könnten.

Quelle: n-tv.de, dpa

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