Politik

Weg von fossilen Energien Scholz will in Elmau "Klimaclub" vorantreiben

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"Berge versetzen" werde man in Elmau "sicher nicht", dämpfte Scholz die Erwartungen an den G7-Gipfel.

(Foto: dpa)

Seinen Anfang nimmt der G7-Gipfel in den 70er Jahren angesichts der Ölkrise. Auch beim diesjährigen Treffen stehen fossile Energien im Fokus - und wie man davon "langfristig wegkommen" kann, erklärt Bundeskanzler Scholz. Um gemeinsame Lösungen zu finden, will er einen "Klimaclub" zustande bringen.

Bundeskanzler Olaf Scholz will mit den Partnern der G7-Staaten nach Lösungen für die Energiekrise und die steigende Inflation suchen. "Viele Dinge, die wir einkaufen, sind teurer geworden. Lebensmittel, aber eben ganz besonders die Preise für Energie. Das merken wir an der Tankstelle, das merken wir, wenn wir die Heizrechnung bezahlen müssen. Heizöl, Gas alles viel teurer als noch vor einem Jahr. Deshalb müssen wir uns darauf vorbereiten", sagte Scholz in seiner Videobotschaft "Kanzler kompakt".

Deutschland müsse sich mit anderen absprechen, was zu tun sei. "Denn das werden wir nur gemeinsam bewältigen können, was an Herausforderungen mit dieser neuen Situation sich für uns alle ergibt. Politisch wollen wir das alles international besprechen", sagte Scholz, der auf das Treffen der G7-Staaten im Elmau in Bayern verwies.

"Dieser Gesprächsclub hat mal angefangen als G6 mit sechs Staaten, als Helmut Schmidt alle zusammengerufen hat, um darüber zu reden, wie wir mit der damaligen Ölkrise umgehen", sagte Scholz. Nun gehe es um die aktuelle Krise und darum, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten, "indem wir langfristig wegkommen von der Nutzung fossiler Energien." Eine Aufgabe sei es, einen "Klimaclub" zustande zu bringen, in dem die Staaten zusammenarbeiten, die das erreichen wollten. Zu den G7 gehören derzeit Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, die USA, Kanada und Japan.

In seiner Videobotschaft dämpfte der Bundeskanzler auch die Erwartungen an das Treffen. Zwar liege das Schloss Elmau in den Bergen, aber "Berge versetzen werden wir dort sicher nicht", betonte er. Dennoch könnten die Staats- und Regierungschefs dort "wichtige Entscheidungen treffen und Dinge vorbereiten, die für uns alle nützlich sind, wenn wir geschlossen handeln und entschlossen sind."

Quelle: ntv.de, mbu/dpa

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