Politik

Nach missglücktem Warntag Schuster soll Katastrophenschutz-Amt leiten

109169657.jpg

Armin Schuster ist ehemaliger Bundespolizist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der erste bundesweite Warntag vor anderthalb Wochen geht gründlich in die Hose: Als Folge davon muss der bisherige Chef des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe seinen Posten räumen. Als sein Nachfolger wird nun der CDU-Innenexperte Armin Schuster gehandelt.

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster wird als neuer Chef des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gehandelt. Wie die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, soll Schuster der Nachfolger von Christoph Unger werden. Auch die "Bild am Sonntag" berichtet dies unter Berufung auf eigene Informationen. Nach Pannen im Zusammenhang mit dem bundesweiten Warntag war am Mittwoch bekanntgeworden, dass Unger abgelöst werden soll.

Nach dpa-Informationen ist Schuster schon seit einigen Tagen als möglicher Kandidat für die Nachfolge im Gespräch. Der Vorsitzende des für die Geheimdienste zuständigen Parlamentarischen Kontrollgremiums ist ehemaliger Bundespolizist. Er war nach der Abberufung des damaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen 2018 als dessen Nachfolger gehandelt worden. Der Posten ging dann aber an den damaligen Vizepräsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang.

Schuster vertritt im Bundestag den baden-württembergischen Wahlkreis Lörrach-Müllheim. Beim ersten bundesweiten Warntag war am 10. September einiges schiefgelaufen. Unter anderem kam die Meldung der Warn-Apps Nina und Katwarn erst mit einer guten halben Stunde Verspätung auf den Smartphones an. Wäre es tatsächlich ein Ernstfall gewesen, hätten viele Bürger nichts mitbekommen. Das Bundesinnenministerium hatte den Probealarm deshalb als "fehlgeschlagen" bezeichnet.

Quelle: ntv.de, jug/dpa