Politik

Angriff auf Westerwelle Seehofer bereut Bierzelt-Reden

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Manche Bierzelt-Rede in seinem Leben bereut Horst Seehofer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei Reden im Bierzelt werden auch unter Politikern gerne mal Seitenhiebe verteilt. Bundesinnenminister Horst Seehofer macht sich wegen einiger dieser Auftritte große Vorwürfe. Besonders einen Angriff auf Guido Westerwelle bedauert er noch Jahre später.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hadert mit mancher Bierzelt-Rede in seinem Leben. "Es gibt Bierfeste, wo die Leute einfach wollen, dass man über andere herfällt. Der Starkbier-Anstich in München zum Beispiel", sagte Seehofer der "Zeit". Auch er habe Menschen vorgeführt. "Aber ich bin dann nie zufrieden nach Hause gefahren", so der CSU-Politiker. Nach derartigen Auftritten habe er gedacht: "Mensch, du hast jetzt da einen niedergemacht, hoffentlich versteht er, warum."

Als konkretes Beispiel nannte Seehofer einen Angriff auf den damaligen Außenminister und FDP-Politiker Guido Westerwelle beim politischen Aschermittwoch vor neun Jahren. Da habe er gesagt: "Habt keine Angst, das ist kein Tsunami, das ist nur eine Westerwelle." Er habe sich bei dieser Aussage nicht gut gefühlt, sagte Seehofer dem Blatt.

"Als er dann später schwer krank wurde, habe ich besonders mit mir gehadert", so Seehofer. Guido Westerwelle starb im Jahr 2016 an Leukämie. Dass Seehofer den Spruch bedauerte, erfuhr der FDP-Politiker nie. Er habe ihn nicht mehr rechtzeitig für ein solches Gespräch getroffen, sagte Seehofer. "Es ist ja oft so im Leben, dass Sie zu spät kommen."

Quelle: n-tv.de, psa/dpa/AFP

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