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Konflikt zwischen USA und Iran Sicherheitsrat ruft zu Dialog auf

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Der UN-Sicherheitsrat bezeichnet die jüngsten Tanker-Angriffe als Bedrohung für den Frieden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Streit zwischen den USA und Iran fordert der UN-Sicherheitsrat beide Seiten zu Gesprächen auf, um die momentanen Spannungen zu entschärfen. Eine von den Vereinigten Staaten vorgelegte Erklärung zu den Tanker-Angriffen in der Golf-Region weisen die Mitgliedsstaaten zurück.

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat der UN-Sicherheitsrat zu einem Dialog aufgerufen. Es müssten Maßnahmen ergriffen werden, um die Spannungen in der Golf-Region zu entschärfen, hieß es in einer veröffentlichten Erklärung der 15 Mitglieder des Sicherheitsrats. Sie verurteilten darin auch die jüngsten Angriffe auf Tanker in der Golf-Region und bezeichneten diese als Bedrohung für die weltweite Energieversorgung und für Frieden und Sicherheit.

Wie aus Diplomatenkreisen verlautete, scheiterten die USA bei der Sitzung mit dem Versuch, in der Erklärung einen "staatlichen Akteur" für die Tanker-Angriffe verantwortlich zu machen. Russland lehnte eine solche Formulierung demnach ab. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten dem Sicherheitsrat Informationen zu mehreren Tanker-Angriffen im Mai und Juni vorgelegt. Diese zeigten nach Angaben des stellvertretenden US-amerikanischen UN-Botschafters Jonathan Cohen, dass der Iran an den Attacken schuld sei.

Den USA lägen Hinweise vor, dass sich Schiffe der iranischen Küstenwache zwei Tankern bei dem letzten Angriff Mitte Juni vor der Explosion von Haftminen genähert hätten, erklärte Cohen. Als einer der Sprengsätze nicht hochgegangen sei, habe sich ein Boot mit Höchstgeschwindigkeit dem Punkt am Tanker genähert, wo dieser angebracht gewesen sei. "Es ist auffällig, dass das Boot genau wusste, wo es nach der nicht explodierten Mine suchen musste". So nähere man sich keinem unbekannten Sprengsatz

Iran lehnt Gespräche wegen neuer Sanktionen ab

Die USA hatten die Sitzung des Sicherheitsrats beantragt, nachdem der Iran in der vergangenen Woche eine US-Aufklärungsdrohne abgeschossen hatte. Präsident Donald Trump erwog daraufhin einen militärischen Vergeltungsangriff, sagte diesen aber nach eigenen Angaben kurzfristig ab. Zum Abschuss der US-Drohne sagte Cohen, dass diese niemals in den iranischen Luftraum eingedrungen sei. Anderslautende Angaben Teherans seien "falsch".

Am Montag verhängte Trump neue Finanzsanktionen gegen den Iran, die sich direkt gegen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei richten. Er und sein Umfeld sollen damit von Finanzierungsmöglichkeiten abgeschnitten werden. Der Iran lehnte daraufhin Gespräche mit den USA erneut ab.

"Man kann keinen Dialog mit jemandem beginnen, der dich bedroht, der dich einschüchtert", sagte der iranische UN-Botschafter Madschid Tacht Rawantschi in New York. Für einen Dialog mit Washington herrsche derzeit nicht die richtige "Atmosphäre". Der "Wirtschaftskrieg und der Terrorismus gegen das iranische Volk" müssten aufhören, forderte er. Zugleich rief er die USA auf, ihre "militärische Abenteuerlust" zu beenden. Die USA haben angesichts der Spannungen mit dem Iran ihre militärische Präsenz in der Golf-Region jüngst verstärkt.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/AFP

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