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Alle Daten, alle Infografiken So lief die Landtagswahl in Brandenburg

Klares Ergebnis in Brandenburg: Die SPD verliert Stimmen, bleibt aber vor der AfD stärkste Kraft im Potsdamer Landtag. Weil die Linken kräftig einbüßen, muss sich Ministerpräsident Woidke einen neuen Koalitionspartner suchen. Die Daten aus Potsdam in der Übersicht.

Bei der Landtagswahl in Brandenburg hat die SPD ihre angestammte Position als stärkste Kraft im Land knapp verteidigt. Auf Platz zwei hinter den Sozialdemokraten, die in Potsdam seit der Wende den Ministerpräsidenten stellen, landete mit massiven Zugewinnen die AfD.

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Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis kam die SPD in Brandenburg auf 26,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das ist das bislang schwächste Ergebnis der Sozialdemokraten bei einer Landtagswahl in diesem Bundesland. Kräftig zulegen konnte die AfD, die mit 23,5 Prozent zur zweitstärksten Partei aufstieg.

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Die CDU landete in Brandenburg mit Abstand auf Platz drei und verbuchte damit ein historisch schlechte Wahlergebnis von 15,6 Prozent. Die bislang an der Landesregierung beteiligte Linke rutschte um 7,9 Prozentpunkte ab auf 10,7 Prozent ab, was ebenfalls einen historischen Tiefpunkt darstellt. In dem Bundesland regierte seit 2009 ein rot-rotes Bündnis.

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Die Grünen legten um 4,6 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent zu. Grünen-Chef Robert Habeck sprach von einem "fantastischen Ergebnis", auch wenn Umfragen zwischenzeitlich auf ein noch besseres Abschneiden hingedeutet hatten.

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Die Grünen erzielten erstmals im Osten Direktmandate - eines in Brandenburg und drei in Sachsen. Die BVB/Freien Wähler schafften es mit 5,0 Prozent in den Landtag. Die FDP scheiterte in Potsdam an der Fünf-Prozent-Hürde.

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Das wichtigste Ergebnis der Wahl stand bereits am Wahlabend fest: Die bisher regierende rot-rote Koalition ist abgewählt: Um im Landtag künftig auf eine tragfähige Mehrheit zu kommen, muss der amtierende Ministerpräsident Dietmar Woidke sich mindestens einen neuen Koalitionspartner suchen.

Holt er etwa die Grünen mit ins Boot, würde es für ein rot-rot-grünes Bündnis nur knapp reichen. Eine Dreier-Konstellation ohne die Linke - also zum Beispiel SPD, CDU und Grüne - könnte sich im Potsdamer Landtag auf 50 der insgesamte 88 Sitze stützen.

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Die Wahlbeteiligung fiel in Brandenburg deutlich besser aus als bei der Landtagswahl 2014. Damals machten noch mit 49,1 Prozent etwas weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Diesmal wollte mehr Bürgerinnen und Bürger mitbestimmen: Die Nicht-Wähler blieben diesmal in Brandenburg in der Minderheit. Der Anteil der Wähler stieg auf 61,3 Prozent.

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Brandenburgs Regierungschef Woidke kündigte an, schnell eine Regierung bilden zu wollen. Die AfD sprach von einem "großartigen Erfolg" in Brandenburg und meldete ihren Anspruch auf politische Mitbestimmung an. Die AfD sei "gekommen, um zu bleiben", sagte der brandenburgische AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz.

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Quelle: n-tv.de, mmo/AFP/dpa

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